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Gut hören durch Sport: Bewegung und Entspannung für mehr Hörgesundheit

entiendoo Redaktion
23.05.2024
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Eine Frau und ein Mann machen gemeinsam Sport im Freien, um Ihr Gehör zu verbessern.

Bildquelle: Ketut Subiyanto

Es ist kein Geheimnis: Regelmäßige körperliche Betätigung gilt als Schlüsselfaktor für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden sowie zur Vorbeugung chronischer Krankheiten. Die Vorteile von Bewegung gehen weit über reine körperliche Fitness hinaus und umfassen auch eine verbesserte mentale Gesundheit, gesteigerte kognitive Funktionen und ein verringertes Risiko verschiedener Gesundheitszustände, einschließlich Schwerhörigkeit.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Sport kann Ihnen dabei helfen, Ihr Hörvermögen natürlich zu verbessern und langfristig gut hören zu können. Man kann also das Gehör trainieren, auch wenn es in diesem Kontext auf eine etwas andere Art und Weise gemeint ist.

In diesem Beitrag möchten wir den Zusammenhang zwischen Sport und Hörgesundheit untersuchen und die potenziellen Vorteile hervorheben, die Bewegung für die Aufrechterhaltung eines guten Gehörs bieten kann. Außerdem beschreiben wir für Sie in diesem Beitrag einige körperliche Übungen, die Ihre Fähigkeit, gut hören zu können, unterstützen kann.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Regelmäßige Bewegung wird mit einem besseren Hörvermögen in Verbindung gebracht.
     
  • Sport unterstützt die Herz-Kreislauf-Gesundheit und reduziert gleichzeitig Stress, was Ihnen langfristig dabei hilft, gut hören zu können.
     
  • Die durch Sport ausgelöste verbesserte Blutzirkulation, die die Knochen und Muskeln im Innenohr versorgt, sowie die Beibehaltung von Neurotransmittern sind Schlüsselfaktoren dafür, dass man gut hören kann.
     
  • Yoga bietet nicht nur körperliche Übungen, sondern auch Entspannungstechniken und Achtsamkeitspraktiken, die zu einer besseren Hörqualität führen und die Lebensqualität bei Schwerhörigkeit erhöhen können.
     
  • Die regelmäßige Praxis von Entspannungstechniken wie Meditation und Yoga Nidra ist wichtig, um gut hören zu können, da emotionaler Stress das Gehörsystem beeinträchtigen und zu Hörproblemen führen kann.
     
  • Atem-Übungen im Yoga unterstützen ein gutes Gehör, indem sie den Körper verstärkt mit Sauerstoff versorgen und das Gehirn aktivieren.
     
  • Ohrmassagen können ebenfalls die Durchblutung des Ohrs verbessern, was sehr wichtig ist, wenn Sie gut hören wollen.

1. Warum Bewegung das Hörvermögen beeinflusst

Während es unzählige Studien gibt, die die allgemeinen gesundheitlichen Vorteile von Bewegung beleuchten, liegen im Vergleich dazu weniger Forschungsergebnisse über den Zusammenhang zwischen Bewegung und dem Hörvermögen vor. Die vorhandenen Studien konnten jedoch zeigen, dass das Fitnessniveau des Herz-Kreislauf-Systems positiv mit der Hörempfindlichkeit in Verbindung steht und Bewegung das Hörvermögen natürlich verbessern kann.

Es ist allseits bekannt, dass aerobe Bewegung die Herz-Kreislauf-Gesundheit erheblich fördern kann. Was jedoch weniger Menschen wissen ist, dass die Herz-Kreislauf-Gesundheit auch mit einem guten Gehör in Verbindung steht. Und: Gut hören zu können ist ein wichtiger Faktor für unsere Lebensqualität.

  • Aktuellere Forschungen haben gezeigt, dass man mit der Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit auch die Hörleistung verbessern kann. Das bedeutet, dass zum Beispiel ältere Menschen, die genetisch nicht zu Hörverlust neigen und eine gute Herz-Kreislauf-Gesundheit aufrechterhalten, eine gute Chance haben, langfristig gut hören zu können.
     
  • Zudem konnten Untersuchungen zeigen, dass eine schlechte Herz-Kreislauf-Gesundheit mit schlechterem Hören verbunden ist.

Diese Verbindung zwischen Bewegung und gutem Hören hat die weit verbreitete Annahme herausgefordert, dass Hörverlust ein unvermeidlicher Teil des Älterwerdens ist. Wie aber wie beschrieben einige Studien nahelegen: Ein schlechtes Gehör im Alter muss nicht sein. Mit bestimmten körperlichen Übungen kann man das Gehör durchaus verbessern und auch mit fortschreitendem Alter noch gut hören.

Die Verringerung von Stress ist ein weiterer entscheidender Faktor, denn schlechtes Hören durch Stress ist keine Seltenheit.  Regelmäßige Bewegung kann beim Stressabbau helfen. Ein gesunder Lebensstil, der Sport und Bewegung einschließt, wirkt somit als langfristige, präventive Maßnahme für die Aufrechterhaltung eines guten Gehörs. Wenn Sie gut hören wollen, kann es also nicht schaden, sich regelmäßig zu bewegen.

Auch Tinnitus wird, neben anderen Tinnitus-Ursachen, durch übermäßigen Stress begünstigt. In unserem Beitrag zur Tinnitus-Behandlung finden Sie eine Vielzahl von praktischen Übungen und hilfreichen Tipps, die Ihnen dabei helfen können, Tinnitus-Symptome zu lindern und Ihr Wohlbefinden zu verbessern.

2. So wirkt Bewegung im Körper auf die Hörgesundheit

Die verbesserte Blutzirkulation, die erforderlich ist, um die Knochen und Muskeln des Innenohrs zu versorgen, ist ein Schlüsselfaktor für die positiven Wirkungen der Herz-Kreislauf-Fitness auf die Fähigkeit, gut hören zu können.

  • Die Blutzirkulation kann auch durch Faktoren wie Cholesterinaufbau in den Arterienwänden, Verengung der Gefäße, hohen Blutdruck, Rauchen, Stress und andere Lebensstil-Faktoren beeinträchtigt werden, was dazu führen kann, dass Sie weniger gut hören.
     
  • Regelmäßige Bewegung führt zu einem Anstieg des Blutflusses, der gut mit Nährstoffen und schützenden Proteinen versorgt ist. Das Ergebnis sind Blutgefäße, die geschmeidiger und widerstandsfähiger gegen Blutdruckveränderungen sind und jeden Quadratzentimeter des Körpers – einschließlich der Strukturen des Ohrs – beeinflussen.
     
  • Der Teil des Ohrs, der für gutes Hören verantwortlich ist, befindet sich in der Hörschnecke und ist auf einen ausreichenden Blutfluss angewiesen, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Die durch Sport verbesserte Blutzirkulation in diesem Bereich des Ohrs ermöglicht eine ständige Auffrischung des Blutflusses zu den sensorischen Rezeptoren, die wichtig sind, um gut hören zu können.

Regelmäßige Bewegung trägt auch dazu bei, den Verlust von Neurotransmittern im Zusammenhang mit dem Altern zu reduzieren und die zentrale auditive Verarbeitung möglichst gut zu bewahren, die entscheidend für das Verständnis von Sprache ist und auch im Zusammenhang mit Demenz und Schwerhörigkeit eine wichtige Rolle spielt.

Personen mit einer guten Herz-Kreislauf-Gesundheit und Fitness weisen ganz klar ein besseres Hörvermögen bis ins hohe Alter auf als ihre weniger fitten Mitmenschen, die möglicherweise nicht so gut hören können.

Zusammengefasst bedeutet das: Die Beziehung zwischen einer guten Herz-Kreislauf-Gesundheit und einem guten Gehör kann auf eine verbesserte Blutzirkulation und eine Verhinderung von Neurotransmitter-Verlust zurückgeführt werden. Die Fähigkeit bis ins hohe Alter gut hören zu können, ist demnach unter anderem das Ergebnis eines gesunden Lebensstils und regelmäßiger Bewegung.

3. Gut hören durch Yoga

Auch Yoga kann hilfreich dabei sein, gut hören zu können. Yoga ist weit mehr als nur eine körperliche Übung. Es ist eine ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele anspricht.

3.1. Wie Yoga hilft, gut zu hören

In Bezug auf die Hörgesundheit bietet Yoga eine Vielzahl von Vorteilen, die über die rein körperliche Ebene hinausgehen und dabei hilfreich sind, gut hören zu können.

Frau macht mit geschlossenen Augen Yoga-Übung, um zu entspannen und ihre Hörleistung zu verbessern.

Regelmäßige Yoga-Übungen für die Nackenmuskulatur lösen Verspannungen und fördern die Durchblutung, was wichtig ist, um gut hören zu können. Bildquelle: Ivan Samkov

Zentral für die positive Wirkung von Yoga auf das Gehör ist natürlich auch die Förderung von Entspannung und Achtsamkeit.

  • Die Wirkung von Yoga für die Stressreduktion ist besonders bedeutsam, wenn man gut hören möchte. Yogaübungen, die auf Entspannung und Meditation ausgerichtet sind, können dabei helfen, Stress abzubauen und mehr innere Ruhe zu finden. Dieser entspannte Zustand hat nicht nur positive Auswirkungen auf das Gehör, sondern auf das gesamte Wohlbefinden.
     
  • Achtsamkeitspraktiken im Yoga schärfen die Sinne und die Fähigkeit, Geräusche bewusster wahrzunehmen und gut hören zu können. Eine gesteigerte Aufmerksamkeit im Alltag kann zu einer verbesserten Hörqualität führen. Yoga kann somit die Wahrnehmung von Klängen verfeinern und das Gehör für feine Nuancen sensibilisieren.
     
  • Durch gezielte Übungen für die Nackenmuskulatur und bestimmte Atem-Übungen ist es zudem möglich, die Blut- und Sauerstoffversorgung des Innenohrs zu verbessern. Zusammen mit anderen Lifestyle-Strategien können Sie durch gezielte Yoga-Übungen eine Verbesserung bei sensorineuraler Schwerhörigkeit erzielen oder zumindest die Lebensqualität erheblich verbessern.
     
  • Verschiedene Yoga-Haltungen können auch hilfreich sein, um gegen schleichenden Hörverlust (Presbyakusis) anzugehen: Mit zunehmendem Alter nimmt die Blutzufuhr zum Gehirn und Innenohr aufgrund von Druck auf die Wirbelarterie durch altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule ab, was durch regelmäßige Übungen für die Nacken- und Schultermuskulatur minimiert werden kann. Um gut hören zu können, sollten Sie alle Übungen möglichst in Verbindung mit dem Atem durchführen.

3.2. Diese Yoga-Übungen verbessern Ihr Gehör

Die folgenden Übungen können hilfreich sein, um gut hören zu können. Alle Übungen sollten nach Möglichkeit ohne große Mühe durchgeführt werden können, ohne dass es zu einer Überdehnung oder zu Schmerzen kommt.

Lassen Sie sich die Übungen bei Bedarf von einer in diesem Bereich ausgebildeten Person zeigen. Ziehen Sie bei Unsicherheit oder etwaigen Vorerkrankungen oder Verletzungen immer medizinisches Fachpersonal hinzu, bevor Sie die Übungen durchführen.

  • Beugung und Streckung des Nackens: Beginnen Sie die Übung, indem Sie das Kinn sanft zur Brust ziehen und den Kopf nach unten bringen. Anschließend beugen Sie den Kopf sanft nach oben und nach hinten und lassen ihn dabei maximal entspannen.
     
  • Kopfdrehung: Drehen Sie zuerst den Kopf nach rechts, kehren Sie in die neutrale Position in der Mitte zurück und dann nach links. Seien Sie sanft, aber versuchen Sie, so weit wie möglich zu drehen.
     
  • Seitliche Beugung des Nackens: Versuchen Sie, Ihr rechtes Ohr zur rechten Schulter zu bringen und dann abwechselnd Ihr linkes Ohr zur linken Schulter zu bewegen. Drehen Sie dabei nicht den Kopf zur Seite, sondern lassen Sie den Blick geradeaus gerichtet.
     
  • Schulterkreisen: Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl oder den Boden, vorzugsweise im Schneidersitz, legen Sie beide Hände auf beide Knie. Rotieren Sie zuerst beide Schultern nach vorne, dann nach oben, dann nach hinten und dann nach unten und vervollständigen Sie so einen Zyklus.

    Wiederholen Sie das einige Male und wiederholen Sie dann die Übung in umgekehrter Richtung; zuerst sollte die Schulter nach hinten, oben und dann nach vorne gehen und einen Zyklus abschließen. Wiederholen Sie auch das einige Male. Führen Sie dann ein abwechselndes Kreisen durch. Wenn Ihre rechte Schulter oben ist, ist die linke Schulter unten und wenn die rechte Schulter vorne ist, ist die linke Schulter hinten. Wiederholen Sie diese Übung mindestens zehnmal für gutes Hören.

4. Gut hören durch Entspannung: Meditation und Yoga Nidra

Zusätzlich zu körperlichen Übungen ist auch die regelmäßige Praxis von Entspannungstechniken wie Meditation und Yoga Nidra sehr nützlich, um gut hören zu können.

Yoga Nidra ist eine Form der Tiefenentspannung und führt zu einer tiefen Regeneration des Körpers und des Geistes, was sich positiv auf die Fähigkeit, gut hören zu können, auswirken kann. Warum aber ist Entspannung in diesem Kontext so wichtig?

Während die schädlichen Auswirkungen von mechanischem Stress (dazu zählt zum Beispiel auch Lärm) auf das Gehör sowohl in Tierversuchen als auch in Studien mit Menschen umfassend untersucht wurden, gibt es noch weniger eindeutige Ergebnisse dazu, wie sich emotionaler Stress auf das Gehörsystem auswirkt.

Klar ist aber: In Stresssituationen reagiert der Körper, indem er sowohl die Hörschnecke über das sympathische Nervensystem stimuliert als auch die HPA-Achse im Gehirn aktiviert. Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) oder einfacher ausgedrückt, die Stressachse, ist das System in unserem Körper, das aktiviert wird, wenn wir unter Stress stehen. Es wurde gezeigt, dass akuter Stress die Cochlea schützen kann, während chronische Stressbelastung schädlich für das Gehör zu sein scheint. Übermäßiger, langandauernder Stress kann also dazu führen, dass Sie mit der Zeit nicht mehr so gut hören.

Eine normal funktionierende HPA-Achse ist eine Grundvoraussetzung für die Fähigkeit, gut hören zu können. Klinische Studien zeigen, dass beispielsweise Menschen mit Tinnitus oft Anzeichen dafür haben, dass ihre HPA-Achse nicht richtig funktioniert. Das bedeutet, dass sie mehr Stress empfinden als Menschen ohne Tinnitus. Lang andauernder Stress und Tinnitus stehen also unweigerlich miteinander in Verbindung, es bleibt allerdings noch zu belegen, ob Tinnitus eine direkte oder indirekte Reaktion des Hörsystems auf Stress ist.

Ein Mann meditiert zu Hause auf seinem Bett in gemütlicher Kleidung für ein gutes Gehör.

Gezielte Übungen zur Entspannung wie Meditation sind einfach zu erlernen, überall und jederzeit durchführbar und können dabei helfen, gut hören zu können. Bildquelle: Kampus Production

Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Stress bei Orchestermusikern mit Hörproblemen zu einer geringeren Herzfrequenzvariabilität führt, was auf eine beeinträchtigte Fähigkeit hinweist, das parasympathische System zu aktivieren und sich zu entspannen. Gezielte Übungen zur Entspannung können in diesem Zusammenhang sehr hilfreich sein, um wieder gut hören zu können.

In einer schwedischen Studie wurde die Prävalenz von Hörproblemen im Zusammenhang mit gemeinsamen stress- und erholungsbezogenen Variablen analysiert, wie zum Beispiel der selbstbewerteten Gesundheit, Schlafqualität, emotionaler Erschöpfung und Symptomen von langanhaltendem Stress. In dieser Studie wurde festgestellt, dass Hörprobleme bei Personen mit schlechterer selbstbewerteter Gesundheit, schlechter Schlafqualität, höherer emotionaler Erschöpfung und mehr Symptomen von langanhaltendem Stress deutlich häufiger vorkommen. Natürlich muss auch berücksichtigt werden, dass Hörprobleme auch umgekehrt zu einem verstärkten Gefühl von Stress führen können.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten: Stress kann tatsächlich das Vorkommen von Hörproblemen erhöhen. Es konnte gezeigt werden, dass Menschen mit Hörproblemen eine eingeschränkte Fähigkeit haben, sich zu entspannen. Aus diesem Grund können Achtsamkeitsübungen und Entspannungstechniken wie Meditation und Yoga Nidra sehr hilfreich sein, wenn Sie Ihr Gehör schützen und langfristig gut hören wollen.

5. Atem-Übungen für ein gutes Gehör

Im Zusammenhang mit Yoga sind auch Atem-Übungen von großer Bedeutung. Durch bewusstes Atmen wird nicht nur der Körper besser mit Sauerstoff versorgt, sondern auch das Gehirn aktiviert. Dieser gesteigerte Sauerstofffluss kann die Leistung des Gehirns, insbesondere im Bereich für gutes Hören, positiv beeinflussen. Atem-Übungen werden daher als integraler Bestandteil betrachtet, um gut hören zu können. Die folgenden Atem-Übungen für gutes Hören gelten als besonders wirkungsvoll:

  • Der sogenannte „Bienenatem“
    Bei dieser Übung handelt es sich um eine Atem-Übung, bei der während der Ausatmung ein summendes Geräusch erzeugt wird, um eine Art Vibration in den Ohren zu erzeugen. In der modernen Medizin ist der Einsatz von hochfrequenten Tönen bei der Behandlung von Tinnitus und Gehörlosigkeit bekannt. Sie können diese Übung ganz bequem zu Hause durchführen.

    Die Übung sollte bequem an einem ruhigen Ort mit geschlossenen Augen und in entspannter Position durchgeführt werden. Legen Sie Ihren Zeigefinger sanft in den Gehörgang oder auf den Tragusknorpel, um den Gehörgang zu blockieren. Atmen Sie tief ein und während Sie langsam ausatmen, erzeugen Sie ein lautes Summen, ähnlich dem Summen einer Biene. Konzentrieren Sie sich dabei bewusst auf Ihre inneren Ohren. Es gilt: Je höher der Ton, den Sie erzeugen, desto besser die Ergebnisse.
     

  • „Kumbhak“ – die Atem-Übung, bei der Sie die Luft anhalten
    Kumbhak ist eine Atem-Übung, bei der die Luft für die maximale Zeit und Kapazität aus den Lungen ausgeatmet wird. Damit soll der Blut-CO2-Spiegel erhöht werden, was zur Stimulation und Regeneration höherer Bereiche im Körper, einschließlich des Hörbereichs, führt.

    Sitzen Sie für diese Übung bequem im Schneidersitz oder auf einem Stuhl mit aufrechtem Oberkörper und gerader Wirbelsäule. Zeige- und Mittelfinger ruhen auf der Stirn zwischen den Augenbrauen, der Daumen auf dem rechten Nasenflügel und die Spitze des rechten Ringfingers auf dem linken Nasenflügel.

    Die Übung beginnt mit einer langsamen, tiefen Einatmung bis zum Maximum durch das linke Nasenloch, um die Lungen vollständig zu füllen. Der Atem wird durch Schließen beider Nasenlöcher so lang wie möglich gehalten, gefolgt von der vollständigen Ausatmung aus dem rechten Nasenloch. Während der Ausatmung bleibt das linke Nasenloch durch den rechten Ringfinger geschlossen und der Daumen wird vom rechten Nasenloch weggenommen.

    Der gesamte Vorgang sollte zwanzig- bis dreißigmal wiederholt werden. Die Dauer der einzelnen Abschnitte (Einatmung, Atem halten, Ausatmung) kann je nach körperlicher Stärke angepasst werden. Die Atem-Übung soll die Blutzirkulation erhöhen, den Körper vitalisieren und so für gutes Hören sorgen.

6. Hörvermögen verbessern durch Ohrmassagen

Nahaufnahme von einer Frau, die gerade eine Ohr-Massage bekommt, um besser zu hören.

Ohrmassagen können die Durchblutung in den Strukturen der Ohren anregen und helfen so dabei, gut hören zu können. Bildquelle: Arina Krasnikova

Aurikulotherapie ist eine Form der Behandlung, bei der bestimmte Punkte im Ohr stimuliert werden. In den meisten Fällen bezieht sich Aurikulotherapie auf Ohrakupunktur, aber sie umfasst auch Ohrmassagen. Es gibt wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit der Aurikulotherapie, insbesondere zur Schmerzlinderung. Es gibt noch keine zuverlässigen Informationen darüber, ob Aurikulotherapie speziell bei Hörverlust helfen kann.

Klar ist aber, dass Ohrmassagen durchaus als gute Möglichkeit zu betrachten sind, die Durchblutung des Ohrs zu fördern. Ohne ausreichend Innenohrflüssigkeit werden die sensorischen Haarzellen nämlich weniger empfindlich und altersbedingter Hörverlust kann zunehmen. Bei einer Ohrenmassage verbessern Sie die Durchblutung in den kleinen Blutgefäßen in der Ohrmuschel. Dies kann auch zu einer besseren Durchblutung in Ihrem Innenohr beitragen und Ihnen so dabei helfen, in Zukunft wieder gut hören zu können. 


Es bleibt festzuhalten, dass Bewegung eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Hörgesundheit spielt. Obwohl noch weitere Forschung zu betreiben ist, haben mehrere Studien gezeigt, dass eine gute körperliche Fitness und regelmäßige Bewegung die Hörempfindlichkeit positiv beeinflussen können, insbesondere bei Personen über fünfzig Jahren, für die gutes Hören eng mit der Lebensqualität in Verbindung steht. Gut hören zu können trägt dazu bei, dass wir unsere sozialen Kontakte pflegen, erfolgreich kommunizieren und sicher durch unseren Alltag gehen können.

Obwohl Bewegung vielleicht keine unmittelbare Heilung für Hörverlust sein mag, kann sie sehr wohl eine vorbeugende Maßnahme zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Hörgesundheit sein und dabei helfen, über die Jahre hinweg gut hören zu können. Auch ein schlechtes Gehör kann man damit in gewissem Maße verbessern. Wenn Sie also nicht mehr so gut hören, kann es durchaus hilfreich sein, die Übungen aus diesem Beitrag regelmäßig durchzuführen.

Übungen, die darauf abzielen das Gehör zu verbessern, gehen weit über reine Bewegung hinaus. Auch Entspannung und ein Bewusstsein für den eigenen Atem tragen dazu bei, gutes Hören zu fördern. Regelmäßige körperliche Aktivität in den Lebensstil zu integrieren kann zudem erhebliche Vorteile für die allgemeine körperliche Gesundheit haben und maßgeblich zu einer besseren Lebensqualität beitragen.

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