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Druck auf den Ohren: Woher Druck im Ohr kommt und was man tun kann

entiendoo Redaktion
04.02.2025
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Ein Kind weint, weil es im Flugzeug Druck auf den Ohren spürt

Bildquelle: Radist

Druck auf den Ohren – ein unangenehmes und oft irritierendes Gefühl, das die meisten Menschen schon einmal erlebt haben. Egal ob Ohrendruck beim Fliegen, Tauchen oder während einer Erkältung auftritt – dieses Symptom kann uns im Alltag stark beeinträchtigen.

Aber was steckt eigentlich hinter dem Druck in den Ohren? Wie entsteht der Ohrendruck, welche Ursachen gibt es und vor allem: Was kann man tun, wenn man den Druck auf den Ohren wegbekommen möchte?

In diesem Beitrag beleuchten wir für Sie Symptome, Ursachen, mögliche Folgen und bewährte Behandlungsmethoden. Sie finden hier die wichtigsten Fakten und hilfreiche Tipps, wenn Sie ständig Druck auf den Ohren und im Kopf haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohrendruck ist ein unangenehmes dumpfes Gefühl im Ohr, oft durch Probleme mit der Eustachischen Röhre verursacht. Der Druck im Ohr tritt auf einem Ohr oder beidseitig und meist vorübergehend auf.
     
  • Häufige Symptome von Druck auf den Ohren sind dumpfes Hören, Tinnitus, Schwindel oder Schmerzen. Bei Fieber oder Hörverlust sollte ein Arzt aufgesucht werden.
     
  • Ursachen für Ohrendruck können Luftdruckveränderungen, Erkrankungen, Verletzungen, Blockaden, Stress oder Muskelprobleme sein. Bei Kindern weist Druck auf den Ohren oft auf einen Paukenerguss hin.
     
  • Die Folgen von unbehandeltem Druck auf den Ohren können Hörverlust, chronische Entzündungen oder Schäden der Ohrstrukturen sein.
     
  • Die Behandlung von Druck im Ohr richtet sich nach der Ursache: Antihistaminika oder abschwellende Mittel bei Erkältungen, Antibiotika bei Infektionen, Entfernung von Ohrenschmalz und chirurgische Eingriffe bei Tubenfunktionsstörungen.
     
  • Ein Druckausgleich im Ohr kann durch Valsalva-Manöver, Gähnen oder Schlucken erreicht werden. Bei Erkältungen sollten diese Techniken vermieden werden, um Infektionen zu verhindern.
     
  • Zur Linderung bei Ohrendruck durch Erkältung helfen Ruhe, Trinken, Nasenspülungen, die richtige Schlafposition sowie Wärme- oder Kältekompressen.
     
  • Beim Druckausgleich im Flugzeug können Gähnen, Schlucken, das Valsalva-Manöver oder spezielle Ohrstöpsel behilflich sein.

1. Ohrendruck-Definition: Was ist Druck auf den Ohren?

Druck auf den Ohren ist gekennzeichnet durch ein unangenehmes Gefühl von Verstopfung oder Fülle in einem oder beiden Ohren. Die Eustachische Röhre verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum. Sie spielt eine zentrale Rolle beim Druckausgleich im Ohr und bei der Belüftung des Mittelohrs. Funktionsprobleme, die durch Schwellungen, Blockaden oder anatomische Engstellen entstehen, führen häufig zu Druck auf den Ohren.

1.1. Arten von Ohrendruck

Es gilt, zwischen verschiedenen Arten von Ohrendruck zu unterscheiden.

  • Ist der Druck im Ohr einseitig, tritt der Druck auf einem Ohr auf.
     
  • Ist der Druck im Ohr beidseitig, kommt es zu Ohrendruck in beiden Ohren.
     
  • Zudem kann Druck auf den Ohren temporär – also nur für kurze Zeit – auftreten.
     
  • Druck auf den Ohren kann aber auch dauerhaft bestehen bleiben: Betroffene haben dann ständig Druck auf den Ohren und im Kopf.

1.2. Häufigkeit von Ohrendruck

Die meisten Menschen erleben mindestens einmal in ihrem Leben Druck auf den Ohren, wenngleich das Symptom meist nur für kurze Zeit anhält. Da Druck auf den Ohren ein unspezifisches Symptom ist, variieren die Häufigkeitsangaben je nach zugrunde liegender Ursache.

2. Symptome von Druck auf den Ohren

Ohrendruck selbst ist keine Erkrankung, sondern lediglich ein Symptom. Es gibt einige Symptome, die mit Druck auf den Ohren einhergehen und einzeln oder in Kombination auftreten können:

  • Dumpfes und gedämpftes Hören: Die Wahrnehmung von Geräuschen bei Druck auf den Ohren erscheint „wie durch Watte“ oder unklar.
     
  • Völlegefühl: Wenn man Druck auf den Ohren hat, kann es so wirken, als würde etwas im Ohr stecken.
     
  • Hallende eigene Stimme: Beim Sprechen mit Druck auf den Ohren hört sich die eigene Stimme intensiver oder hallend an.
     
  • Missempfindungen: Kribbeln oder andere unangenehme Empfindungen im Bereich des Ohrs können auftreten.
     
  • Tinnitus: Summen, Pfeifen oder andere störende Ohrgeräusche können gemeinsam mit Druck im Ohr auftreten.
     
  • Schwindel: In einigen Fällen geht Druck auf den Ohren auch mit einem gestörten Gleichgewichtssinn einher.
     
  • Ohrenschmerzen: Bei Druck auf den Ohren kann es zu Schmerzen im betroffenen Ohr kommen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

Gut zu wissen: Wenn der Druck auf den Ohren über längere Zeit bestehen bleibt und mit Symptomen wie Tinnitus, Schwindel, Fieber, Blutungen aus dem Ohr oder Schmerzen einhergeht, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt. Ansonsten kann es zu schweren Krankheitsverläufen und einer anhaltenden Schwerhörigkeit kommen.

3. Diagnose von Druck im Ohr

Die Diagnose von Druck auf den Ohren erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden, um die Ursache des Symptoms zu ermitteln.

Ein Mann wird mit einem Otoskop untersucht

Um die Ursache für Druck auf den Ohren zu diagnostizieren, ist unter anderem eine gründliche Untersuchung der Ohren notwendig. Bildquelle: Kaboompics.com

Der Ablauf der Ohrendruck-Diagnose umfasst in der Regel folgende Schritte:

  • Anamnese: Eine ausführliche Krankengeschichte wird erhoben, um mögliche Auslöser und Begleitsymptome des Ohrendrucks zu identifizieren.
     
  • Ohrenuntersuchung: Der nächste Schritt ist die Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells mithilfe eines Otoskops. Hierbei wird überprüft, ob Flüssigkeitsansammlungen oder ein Loch im Trommelfell sichtbar sind.
     
  • Tympanometrie: Wenn das Trommelfell intakt ist, wird eine Tympanometrie durchgeführt. Diese misst die Nachgiebigkeit des Trommelfells und gibt Hinweise auf den Zustand des Mittelohrs.
     
  • Audiometrie: Ein Hörtest ergänzt die Ohrendruck-Diagnose, um festzustellen, ob eine Schallleitungsschwerhörigkeit vorliegt.
     
  • Tubenfunktionsprüfungen: Mithilfe von verschiedenen Tests wird die Durchgängigkeit und Funktionsfähigkeit der Eustachischen Röhre geprüft.

Mit diesen Untersuchungen kann im Zuge der Ohrendruck-Diagnose die genaue Ursache des Drucks in den Ohren identifiziert und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden, um den Druck auf dem Ohr loswerden zu können.

4. Ursachen für Druck auf den Ohren

Druck im Ohr kann durch eine Vielzahl von Ursachen entstehen, die von anatomischen Faktoren bis zu äußeren Einflüssen reichen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Ursachen für Druck auf den Ohren im Überblick. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

4.1. Temporäre Ursachen

Sehr häufig ist Druck auf den Ohren ein Symptom, das nur temporär auftritt. Das bedeutet, dass ein dumpfes Gefühl im Ohr nach einer gewissen Zeit wieder von selbst verschwindet. Die wichtigste temporäre Ursache für verschlagene Ohren ist:

  • Luftdruckveränderung: Schnelle Luftdruckänderungen, beispielsweise beim Start oder der Landung eines Flugzeugs, beim Tauchen oder in hohen Gebäuden sind eine mögliche Ohrendruck-Ursache. So merken beispielsweise viele Menschen wie ihnen die Ohren „zufallen“, wenn sie mit dem Auto auf einen Berg hinauf- oder hinunterfahren. Besonders Ohrendruck beim Fliegen ist eine sehr häufige Beschwerde.
Eine Frau steht auf einem Berg

Auch ein unterschiedlicher Luftdruck zwischen Meereshöhe und Bergen kann zu temporärem Druck auf den Ohren führen. Bildquelle: Vlada Karpovich

4.2. Krankheiten, Verletzungen und Infektionen

Druck auf den Ohren kann auch durch verschiedene Krankheiten und Infektionen verursacht werden. Diese betreffen häufig das Mittelohr, die Eustachische Röhre oder die umliegenden Strukturen.

  • Allergien: Bei Menschen, die auf Pollen, Schimmel oder Tierhaare allergisch sind, kann es zu einer Entzündung der Nasengänge und Schleimbildung kommen. Dabei kann auch die Eustachische Röhre betroffen sein, was einen Druck im Ohr auslöst.
     
  • Barotrauma: Hierbei handelt es sich um eine Verletzung des Mittelohrs, die durch plötzliche Druckunterschiede entsteht, zum Beispiel beim Fliegen oder Tauchen. Ein Barotrauma kann Druck auf dem Ohr verursachen.
     
  • Chronische Mittelohrentzündung: Chronische Mittelohrentzündungen führen häufig zu langanhaltendem Druck in den Ohren, einem gestörten Druckausgleich im Ohr und manchmal auch zu einem Sekretfluss.
     
  • Erkältungen: Die Schwellungen im Nasenrachenraum, die bei einer Erkältung auftreten, beeinträchtigen die Belüftung der Eustachischen Röhre und sind eine der häufigsten Ursachen für Druck auf den Ohren.
     
  • HörsturzHäufig ist Druck auf den Ohren ein erstes Anzeichen für einen Hörsturz. Ein Hörsturz ist eine plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust, der neben Druck auf den Ohren oft auch von Tinnitus begleitet wird.
     
  • Loch im Trommelfell: Auch ein beschädigtes Trommelfell kann für Druck auf den Ohren verantwortlich sein.
     
  • Morbus MenièreDas ist eine Erkrankung des Innenohrs, die Druck auf den Ohren, Schwindel und Hörverlust verursacht.
     
  • Nasennebenhöhlenentzündung: Diese Erkrankung führt zu einer Schwellung der Schleimhäute, die die Eustachische Röhre blockieren und dadurch Druck auf dem Ohr auslösen kann.
     
  • Tubenkatarrh: Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Eustachischen Röhre, die meist durch Infektionen oder Allergien ausgelöst wird. Sie behindert die Belüftung des Mittelohrs und verursacht so Druck auf den Ohren.
     
  • Tumore: Dies ist eher selten, aber Tumore im Nasenrachenraum oder Mittelohr können ebenfalls Druck auf dem Ohr auslösen.

4.3. Mechanische oder anatomische Ursachen

Auch mechanische oder anatomische Ursachen können Druck auf den Ohren hervorrufen. Diese Ursachen sind häufig auf Blockaden oder Engstellen zurückzuführen.

  • Blockaden: Ein Fremdkörper im Ohr, Wasser im Ohr oder Ohrenschmalz kann den Gehörgang blockieren und Druck auf den Ohren auslösen.
     
  • Verengte Ohrtrompete: Angeborene anatomische Engstellen können den Druckausgleich im Ohr erschweren und zu Druck auf den Ohren führen.
     
  • Vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln: Die Mandeln können die Ohrtrompete ebenfalls blockieren, wenn sie vergrößert sind, und Druck im Ohr verursachen.

4.4. Neurologische und psychologische Ursachen

Druck auf den Ohren kann auch durch neurologische oder psychologische Faktoren ausgelöst oder verstärkt werden. Hierzu zählt insbesondere:

  • Stress: Psychische Belastung oder Stress können das subjektive Empfinden von Druck auf den Ohren verstärken und bestehende Beschwerden verschlimmern. Stress ist tatsächlich eine der gängigsten Ursachen für Druck auf den Ohren.

Gut zu wissen: Nicht nur Stress und Ohrendruck hängen zusammen. Generell wird häufig schlechtes Hören durch Stress ausgelöst. Zwischen Tinnitus und Stress besteht ebenfalls ein starker Zusammenhang.

4.5. Muskel- und Gelenkstörungen

Auch Störungen in der Muskulatur oder den Gelenken, insbesondere im Bereich von Kiefer, Nacken und Schultern, können ein Gefühl von Druck auf den Ohren auslösen:

  • Fehlfunktionen des Kiefergelenks: Probleme mit dem Kiefergelenk können beispielsweise durch nächtliches Zähneknirschen entstehen und Druck auf den Ohren verursachen.
     
  • Nacken- und Schulterverspannungen: Muskelverkrampfungen in der Nähe des Ohrs oder im Nackenbereich können ebenfalls unangenehmen Druck auf den Ohren hervorrufen.
Eine Frau fasst sich mit beiden Händen an den Nacken

Verursachen Muskelverspannungen den Druck auf den Ohren, können sanfte Massagen dabei helfen, die Verspannungen und den Ohrendruck zu lösen. Bildquelle: MART PRODUCTION

4.6. Ohrendruck bei Kindern

Fremdkörper, die Kinder in ihre Ohren stecken, können zu Druck auf den Ohren führen. Außerdem kann bei Kindern Druck in den Ohren während oder nach einer Erkältung auftreten und auf einen Paukenerguss – eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr – hinweisen. Eine ärztliche Untersuchung der Ohren ist dringend notwendig, wenn Kinder schlechter hören oder über ein dumpfes Gefühl im Ohr klagen.

5. Folgen von unbehandeltem Ohrendruck

Die Eustachische Röhre sorgt für den Druckausgleich im Ohr und die Belüftung des Mittelohrs, was oft automatisch beim Schlucken passiert. Ist diese Funktion gestört, bleibt häufig ein unangenehmer Druck auf den Ohren bestehen. Eine dauerhafte Funktionsstörung der Eustachischen Röhre wird auch Tubenbelüftungsstörung genannt. Geht der Druck im Ohr nicht weg, kann das vielfältige Folgen mit sich bringen.

  • Beeinträchtigung des Hörvermögens: Eine Tubenbelüftungsstörung kann das Gehör negativ beeinflussen und die Kommunikation erschweren.
     
  • Gestörte Mittelohrbelüftung: Die natürliche Reinigung des Mittelohrs wird behindert, was das Eindringen und die Vermehrung von Krankheitserregern begünstigt.
     
  • Gesundheitliche Komplikationen: Weitere mögliche Folgen, wenn der Ohrendruck nicht weggeht, sind chronische Mittelohrentzündungen und im schlimmsten Fall irreversible Schäden an den Ohrstrukturen.

6. Temporären Ohrendruck loswerden

6.1. Druckausgleich im Ohr: Diese Methoden helfen

Betroffene von Druck auf den Ohren beschäftigt meist eine Frage: Was tun bei Druck auf den Ohren und einem dumpfen Gefühl im Ohr? Die Behandlungsmöglichkeiten bei Druck auf den Ohren sind von der Ohrendruck-Ursache abhängig.

Ein Druckausgleich ist die bekannteste Methode, um Ohrendruck lösen und verschlagene Ohren wieder freimachen zu können. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Valsalva-Manöver: Beim Valsalva-Manöver wird der Mund geschlossen und die Nase zugehalten, während zehn Sekunden lang ausgeatmet und vorsichtig Luft aus der Lunge in die Ohren gepresst wird. Bei erfolgreichem Druckausgleich im Ohr kann eine Art Knacken vernommen werden.
     
  • Frenzel-Manöver: Beim Frenzel-Manöver kneift man sich die Nase zu, schließt den Mund und hält ihn geschlossen, während man versucht, den Buchstaben „K“ oder „T“ auszusprechen. Statt wie beim Valsalva-Manöver mit der Lunge wird der Druckausgleich durch die Zungen- und Rachenmuskulatur erzeugt.

Gut zu wissen: Diese beiden Techniken sollten bei Erkältungen oder Schnupfen vermieden werden, da infizierter Schleim ins Mittelohr gelangen und eine Infektion verursachen könnte.

  • Gähnen, Schlucken oder Kaugummi kauen: Auch durch das Valsalva-Manöver oder das Frenzel-Manöver geht der Druck im Ohr nicht weg? Mundbewegungen wie Gähnen, Schlucken und Kauen können helfen, die Eustachische Röhre zu öffnen und den Druck im Ohr lösen zu können.
Ein Mann bläst einen hellblauen Luftballon auf

Das Aufblasen von Luftballons kann ebenfalls den notwendigen Druck erzeugen, um die Eustachische Röhre zu öffnen und Ohrendruck zu lösen. Bildquelle: Ketut Sublyanto

6.2. Druck auf den Ohren bei Erkältung: Hausmittel und Behandlung

Was tun bei Druck auf den Ohren durch eine Erkältung? Wenn eine Erkältung Druck auf den Ohren bei Ihnen auslöst, können einfache Hausmittel dabei helfen, die Beschwerden zu lindern und die Genesung zu unterstützen. Grundsätzlich verschwindet der Ohrendruck in den meisten Fällen wieder, wenn auch die Erkältungssymptome abklingen. 

Folgende Maßnahmen können dabei hilfreich sein, wenn der normale Druckausgleich durch Gähnen, Schlucken oder Kauen nicht ausreicht:

  • Erholung: Bei Ohrendruck durch eine Erkältung sollte der Körper entlastet werden. Schonen Sie sich, um Ihrem Immunsystem die nötige Energie zur Bekämpfung von Infektionen bereitzustellen.
     
  • Flüssigkeit: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zudem entscheidend, um die Schleimhäute feucht zu halten und Schleim leichter abzutransportieren. Trinken Sie über den Tag verteilt reichlich Wasser oder ungesüßte Tees.
     
  • Inhalation: Auch die Inhalation von Dampf, beispielsweise unter der Dusche, kann Schleim lösen und dazu beitragen, dass sich der Druck auf den Ohren löst.
     
  • Nasenspülung: Ist die Ohrendruck-Ursache eine verstopfte Nase oder eine Nebenhöhlenentzündung, verschafft eine Nasenspülung oft Linderung. Sie hilft dabei, Schleim zu lösen und die Atemwege freizumachen, was Ohrendruck lösen kann.
     
  • Schlafposition: Auch die Position, in der Sie schlafen, spielt eine Rolle. Ist bei der Erkältung der Druck im Ohr einseitig, vermeiden Sie wenn möglich zusätzlichen Druck auf dem betroffenen Ohr, indem Sie auf der Seite des gesunden Ohrs schlafen. In einem anderen Beitrag beschreiben wir Tipps zum Schlafen mit Tinnitus und Hörverlust.
     
  • Medikamente: Auch schleimlösende und abschwellende Medikamente können dabei helfen, bei einer Erkältung Ohrendruck loswerden zu können.

6.3. Druckausgleich im Flugzeug: Tipps für Reisende und Ohrendruck-Prävention

Verschlagene Ohren bei fehlendem Druckausgleich im Flugzeug können lästig sein. Folgende Tipps können Flugreisenden helfen, wenn man mit Druck auf den Ohren im Flugzeug zu kämpfen hat und den Ohrendruck loswerden will.

Gähnen und Schlucken

  • Gähnen oder bewusstes Schlucken öffnet die Eustachischen Röhre und erleichtert bei Ohrendruck beim Fliegen den Druckausgleich im Ohr. So können Sie rasch den unangenehmen Druck auf den Ohren wegbekommen.
     
  • Auch Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen kann das Schlucken fördern.

Bei Start und Landung wach bleiben

  • Vermeiden Sie es, während des Aufstiegs und Abstiegs zu schlafen, damit Sie rechtzeitig reagieren und den Druckausgleich im Ohr machen können, wenn der Druck auf den Ohren im Flugzeug spürbar wird.

Valsalva-Manöver oder Frenzel-Manöver anwenden

  • Halten Sie sich für den Druckausgleich im Ohr Ihre Nase zu, schließen Sie den Mund und pusten Sie sanft, als wollten Sie sich die Nase schnäuzen, oder versuchen Sie, den Buchstaben „K“ oder „T“ auszusprechen.
     
  • Wiederholen Sie dies bei Ohrendruck im Flugzeug vor allem während des Aufstiegs und der Landung mehrmals, um den Ohrendruck lösen zu können.

Ohrstöpsel für Druckausgleich im Flugzeug verwenden

  • Nutzen Sie bei Ohrendruck beim Fliegen spezielle Ohrstöpsel für den Druckausgleich, die den Druck auf das Trommelfell sanft ausgleichen.
     
  • Ergänzen Sie die Verwendung der Ohrstöpsel für den Druckausgleich mit Gähnen und Schlucken für eine optimale Wirkung.

Gut zu wissen: Normale Ohrstöpsel können den Druckausgleich sogar erschweren. Flug-Ohrstöpsel sind speziell geformt, sitzen fest im Gehörgang und schaffen eine kleine Luftkammer vor dem Trommelfell. Dadurch bieten sie Schutz vor abrupten Druckschwankungen oder mildern deren Auswirkungen. Zudem dämpfen sie die lauten Umgebungsgeräusche beim Fliegen.

Nasenspray oder abschwellende Medikamente einnehmen

  • Bei verstopfter Nase und Ohrendruck im Flugzeug hilft auch ein abschwellendes Nasenspray, das dreißig bis sechzig Minuten vor Start und Landung angewendet wird.
     
  • Auch abschwellende Tabletten können nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, um beispielsweise bei einer Erkältung Ohrendruck lösen zu können.

Allergien miteinbeziehen

  • Nehmen Sie bei Druck auf den Ohren im Flugzeug Ihre Allergiemedikamente etwa eine Stunde vor dem Flug ein, wenn Sie wissen, dass Allergien Ihre Beschwerden verstärken und Druck im Ohr auslösen könnten.

Flüge bei Krankheit verschieben

  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Flugreisen, wenn Sie erkältet oder an einer Nasennebenhöhlen- oder Ohrinfektion erkrankt sind.
     
  • Lassen Sie sich nach einer Ohroperation ärztlich beraten, bevor Sie fliegen.

7. Chronischen Ohrendruck loswerden

Lässt sich der Ohrendruck durch die obengenannten Methoden nicht lösen, gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:

  • Behandlung von Allergien oder Erkältungen: Allergien und Erkältungen können Schwellungen in der Eustachischen Röhre fördern. Zur Behandlung gibt es mehrere Optionen: das Vermeiden von Allergenen sowie die Verwendung von Antihistaminika, Nasenspray für Ohrendruck oder abschwellenden Medikamenten.
     
  • Nebenhöhlenentzündung: Bei einer Nebenhöhlenentzündung können Nasenspülungen, abschwellende Mittel sowie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol Linderung verschaffen.
     
  • Ohreninfektionen: Manche Infektionen klingen ohne Antibiotika von selbst ab. Bei bakteriellen Infektionen werden manchmal auch Antibiotika verschrieben. Zur Schmerzlinderung können Schmerzmittel oder Ohrentropfen gegen Druck verwendet werden.
     
  • Blockade im Ohr: Wenn ein Fremdkörper, Ohrenschmalz oder Wasser im Ohr die Ohrendruck-Ursache ist, kann das Entfernen davon dabei helfen, den Ohrendruck zu lösen.

Im Falle einer Tubenbelüftungsstörung gibt es zudem folgende chirurgische Behandlungsmöglichkeiten für Druck auf den Ohren.

  • Myringotomie: Hierbei wird ein kleiner Schnitt ins Trommelfell gemacht, um Flüssigkeit aus dem Mittelohr abzusaugen. Dieser Schnitt bleibt oft lange genug offen, damit sich die Eustachische Röhre erholen kann. Das Trommelfell heilt normalerweise innerhalb von ein bis drei Tagen. Wenn die Ursache der Schwellung weiterbesteht, kann sich jedoch erneut Flüssigkeit ansammeln.
     
  • Paukenröhrchen (Druckausgleichsröhrchen): Nach dem Absaugen der Flüssigkeit wird ein kleines Röhrchen ins Trommelfell eingesetzt, das das Mittelohr belüftet. Die Röhrchen bleiben meist sechs bis zwölf Monate, während sich die Eustachische Röhre erholt. In seltenen Fällen bleibt das Loch im Trommelfell bestehen und muss später operativ geschlossen werden. Auch ein Paukenerguss bei Kindern kann so behandelt werden.

Gut zu wissen: Mit Paukenröhrchen darf auf keinen Fall Wasser ins Ohr gelangen, da es sonst zu einer Infektion kommen kann. Daher müssen Menschen mit Paukenröhrchen einen Ohrenschutz beim Schwimmen oder unter der Dusche tragen.

Abschließend lässt sich sagen, dass Druck auf den Ohren ein Symptom mit vielfältigen Ursachen sein kann – von harmlosen Alltagsfaktoren bis hin zu ernsteren medizinischen Hintergründen. Die Kenntnis über mögliche Auslöser, effektive Hausmittel sowie medizinische Behandlungsmöglichkeiten kann dabei helfen, Ohrendruck loswerden zu können und im Bedarfsfall dem Druck im Ohr auch vorzubeugen.

Gleichzeitig sind präventive Maßnahmen und die Vermeidung von Risikofaktoren entscheidend, um langfristig für ein gesundes Gehör zu sorgen. Indem Sie bewusst mit Ihrem Körper umgehen, können Sie nicht nur Druck auf den Ohren wegbekommen, sondern auch Ihr allgemeines Wohlbefinden fördern.

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Die effektivste Möglichkeit, um wieder besser hören zu können, ist die Verwendung eines Hörgeräts. Für Menschen mit leichtem bis mittlerem Hörverlust sind insbesondere moderne Hörgeräte geeignet.

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