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Ohrenschmerzen: Arten, Ursachen und was gegen Ohrenschmerzen hilft

entiendoo Redaktion
04.03.2025
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Ein Arzt führt eine Ohrenuntersuchung aufgrund von Ohrenschmerzen durch

Bildquelle: jacoblund

Ohrenschmerzen sind ein weitverbreitetes Symptom, das Menschen aller Altersgruppen betreffen kann. Sie reichen von leichtem Unbehagen bis hin zu starken, stechenden Schmerzen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können.

In diesem Beitrag beleuchten wir die Anatomie des Ohrs, die verschiedenen Arten von Ohrenschmerzen, die Ursachen für Ohrenschmerzen und Möglichkeiten zur Behandlung von Ohrenschmerzen. Zudem finden Sie in diesem Beitrag hilfreiche Tipps gegen Ohrenschmerzen, damit Sie Ihr Gehör langfristig gesund halten können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Ohrenschmerzen handelt es sich um stechende, dumpfe oder brennende Schmerzen in einem oder beiden Ohren.
     
  • Manchmal sind Ohrenschmerzen einseitig, manchmal beidseitig. Sie können akut oder chronisch auftreten.
     
  • Schmerzen im Ohr treten in jedem Alter und bei Männern und Frauen gleich oft auf, kommen jedoch bei Kindern besonders häufig vor.
     
  • Ohrenschmerzen werden oft von Symptomen wie Hörminderung, Flüssigkeitsaustritt oder Schwellung begleitet. Bei Kindern treten häufig auch Symptome wie Reizbarkeit, Gleichgewichtsprobleme und Schlafstörungen auf.
     
  • Die Diagnose von Ohrenschmerzen erfolgt durch eine Anamnese und Untersuchung von Ohren, Nase und Rachen, ergänzt durch verschiedene Tests bei unklarer Ursache.
     
  • Bei den Ursachen unterscheidet man zwischen primären Ohrenschmerzen, die direkt im Ohr entstehen, und sekundären Ohrenschmerzen, die außerhalb des Ohrs verursacht werden.
     
  • Die Behandlung von Ohrenschmerzen umfasst je nach Ursache Antibiotika, Nasenspray gegen Ohrenschmerzen, Ohrentropfen gegen Schmerzen oder physiotherapeutische und kieferorthopädische Maßnahmen.
     
  • Auch verschiedene Hausmittel, Medikamente oder vorbeugende Maßnahmen, etwa die richtige Ohrenpflege, Druckausgleich beim Reisen und Schutz vor Kälte, helfen gegen Ohrenschmerzen.

1. Ohrenschmerzen-Definition: Was sind Ohrenschmerzen?

Bei Ohrenschmerzen, auch Otalgie genannt, handelt es sich um stechende, dumpfe oder brennende Schmerzen in einem oder beiden Ohren.

1.1. Die Anatomie des Ohrs

Die Ohren befinden sich seitlich je auf beiden Seiten des Kopfes. Das Ohr besteht aus drei Hauptteilen: dem äußeren Ohr, dem Mittelohr und dem Innenohr.

Äußeres Ohr: Der von außen sichtbare Teil des Ohrs besteht aus der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang. Über den äußeren Gehörgang gelangen die Schallwellen zum Trommelfell. Ohrenschmalz schützt im äußeren Ohr vor Schmutz und Fremdkörpern.

Mittelohr: Hinter dem Trommelfell befinden sich drei kleine Knochen – Hammer, Amboss und Steigbügel, welche die Schallwellen weiterleiten.

Innenohr: Hier befindet sich die Hörschnecke (auch Cochlea genannt), die Schall in Nervenimpulse umwandelt. Außerdem gibt es dort das Gleichgewichtsorgan, das hilft, das Gleichgewicht zu halten.

Gut zu wissen: In der medizinischen Literatur gibt es keine einheitliche Zuordnung für das Trommelfell. Es gilt als Grenze zwischen dem äußerem Ohr und dem Mittelohr.

Abbildung der anatomischen Strukturen des menschlichen Ohrs

Um Ohrenschmerzen zu verstehen, ist es hilfreich, die komplexen Strukturen und die Anatomie des Ohrs zu kennen. Bildquelle: SvetaZi

1.2. Arten von Ohrenschmerzen

Man kann zwischen verschiedenen Arten von Ohrenschmerzen unterscheiden:

  • Treten die Ohrenschmerzen einseitig auf, sind die Schmerzen nur in einem Ohr spürbar.
     
  • Sind die Ohrenschmerzen beidseitig, kommt es zu Schmerzen in beiden Ohren.
     
  • Zudem können Schmerzen im Ohr akut und temporär – also nur für eine begrenzte Zeit – auftreten.
     
  • Ohrenschmerzen können aber auch chronisch und dauerhaft bestehen: Betroffene leiden dann unter Schmerzen, die nicht mehr verschwinden.

Es gibt noch eine weitere Unterteilung, die mit der Ursache für Ohrenschmerzen in Zusammenhang steht:

  • Handelt es sich um primäre Ohrenschmerzen, entstehen die Schmerzen im Ohr direkt in den Ohren.
     
  • Spricht man von sekundären Ohrenschmerzen, gibt es eine Ursache, die nicht mit den Ohren zusammenhängt, aber dennoch Schmerzen im Ohr verursacht. Das liegt daran, dass die Ohren und angrenzende Körperbereiche über dieselben Nerven mit dem Gehirn verbunden sind.

2. Verbreitung von Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können in jedem Alter auftreten. Insgesamt liegt das Vorkommen von Schmerzen im Ohr in der ärztlichen Praxis zwischen drei und sechs Prozent.

2.1. Ohrenschmerzen bei Babys und Kindern

Bei Kindern treten Ohrenschmerzen besonders häufig auf. Über sechzig Prozent der Kinder erkranken bis zum sechsten Lebensjahr an einer Mittelohrentzündung. Sie leiden dann unter plötzlichen Ohrenschmerzen, Hörproblemen, Fieber und Schwindel.

In anderen Quellen heißt es, dass in Industrieländern zwanzig bis dreißig Prozent der Kinder wegen einer Mittelohrentzündung behandelt werden.

2.2. Ohrenschmerzen bei Erwachsenen

Haben Erwachsene Ohrenschmerzen, ist die Häufigkeit von Ohrenschmerzen schwer greifbar, weil die Ursachen für Ohrenschmerzen in diesem Fall vielfältiger sind. Otalgie tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf.

3. Symptome von Ohrenschmerzen

Schmerzen im Ohr können durch Ohreninfektionen oder Verletzungen entstehen. Symptome bei Erwachsenen sind:

  • Stechender, brennender oder dumpfer Schmerz in einem oder beiden Ohren
  • Flüssigkeitsaustritt aus dem Ohr
  • Vorübergehende Schwerhörigkeit
  • Rötung und Schwellung des betroffenen Ohrs 
  • Juckreiz
  • Kieferschmerzen
  • Halsschmerzen

Kinder zeigen neben den Ohrenschmerzen oft zusätzliche Symptome, darunter:

  • Gedämpftes Hören
  • Fieber
  • Druck auf den Ohren
  • Zupfen oder Ziehen am Ohr
  • Weinen oder Reizbarkeit
  • Kopfschmerzen
  • Gleichgewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafprobleme
Ein krankes Kind muss Fieber messen

Auch Fieber ist als Begleiterscheinung von Ohrenschmerzen keine Seltenheit, besonders bei Kindern. Bildquelle: cottonbro studio

Gut zu wissen: Suchen Sie in folgenden Fällen so schnell wie möglich einen Arzt auf:

  • Wenn Sie hohes Fieber haben, das über längere Zeit anhält. Bei Erwachsenen und Kindern handelt es sich bei Fieber über 40 Grad Celsius um hohes Fieber, bei Säuglingen bereits bei einer Temperatur von über 38 Grad Celsius.
     
  • Wenn Sie starke Ohrenschmerzen haben, die ganz plötzlich verschwinden. Das kann auf ein geplatztes Trommelfell hinweisen.
     
  • Wenn Sie aufgrund einer Kopfverletzung unter Schmerzen im Ohr leiden.

4. Diagnose von Ohrenschmerzen

Die Diagnose von Ohrenschmerzen beginnt mit einer umfassenden Anamnese und einer Untersuchung von Ohren, Nase und Rachen. Häufig reicht dies bereits aus, um die Ursache zu identifizieren. In manchen Fällen sind aber weitere Tests notwendig, wie zum Beispiel:

  • ein Hörtest, um das Hörvermögen einschätzen zu können
     
  • Untersuchungen, die den Zustand des Kiefers und der Zähne beurteilen sollen
     
  • Untersuchungen wie Endoskopie oder MRT, um Tumore ausschließen zu können

Durch diese Herangehensweise können Ärzte in den meisten Fällen zu einer Diagnose kommen und gezielt die Ursache für die Ohrenschmerzen behandeln.

5. Ursachen für Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können viele Ursachen haben, darunter Infektionen, Druckveränderungen oder ausstrahlende Schmerzen aus anderen Körperregionen.

5.1. Ursachen für primäre Ohrenschmerzen

Probleme mit den Ohren, wie beispielsweise Ohrenentzündungen, sind eine häufige Ursache für Ohrenschmerzen. Die folgenden Erkrankungen und Probleme der Ohren können eine Ursache für Ohrenschmerzen darstellen:

  • Badeotitis: Bei der Badeotitis, auch „Schwimmerohr“ genannt, handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Ohrs. Durch Schwimmen oder Duschen kann Wasser im Ohr verbleiben. Dadurch kann sich die empfindliche Haut im Gehörgang mit Bakterien infizieren und entzünden.
     
  • Ohr-Barotrauma: Wird der Druckausgleich im Ohr durch Druckveränderungen gestört, können Schmerzen und Hörprobleme die Folge sein. Ohrenschmerzen nach Flug- oder Tauchspaß können auf ein Barotrauma hindeuten.
     
  • Fremdkörper im Ohr: Auch ein Fremdkörper im Ohr, beispielsweise die Benutzung von Wattestäbchen oder Fingern im Ohr, kann die Ursache für Ohrenschmerzen sein.
     
  • Mittelohrentzündung: Mittelohrentzündungen entstehen oft als Folge von Atemwegserkrankungen. Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell können das Wachstum von Bakterien fördern und zu einer Infektion führen. Eine Mittelohrentzündung kann sich zu einer Mastoiditis entwickeln, einer Entzündung des Knochens hinter dem Ohr.
     
  • Ohrenschmalz: Ohrenschmalz wird kontinuierlich produziert und normalerweise von selbst abtransportiert. Wenn es sich jedoch verhärtet und den Gehörgang blockiert, kann es zu Schmerzen, Juckreiz oder Hörproblemen kommen. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man sicher Ohrenschmalz entfernen kann.
     
  • Parotitis: Das ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse, was ebenfalls ein Grund für Ohrenschmerzen sein kann.
     
  • Labyrinthitis: Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohrs, welche durch virale oder bakterielle Infektionen der Atemwege verursacht werden kann.
     
  • Trommelfellperforation: Entsteht ein Loch im Trommelfell, verursacht durch Druckveränderungen, eine Verletzung im Kopfbereich, einen Fremdkörper oder eine Mittelohrentzündung, kann es ebenfalls zu Schmerzen im Ohr kommen.
Eine Frau mit einer Kopfverletzung

Kopfverletzungen können dazu führen, dass empfindliche Strukturen im Ohr beschädigt werden. Ohrenschmerzen können die Folge sein. Bildquelle: Kaboompics.com

Gut zu wissen: Auch der Lebensstil kann in Zusammenhang mit Ohrenschmerzen stehen. Untersuchungen haben zum Beispiel ergeben, dass Rauchen das Mittelohr sowie die Eustachische Röhre schädigen kann, was das Risiko für Mittelohrentzündungen und Schmerzen im Ohr erhöht.

5.2. Ursachen für sekundäre Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können auch entstehen, wenn es an einer anderen Stelle des Körpers zu einer Infektion oder Verletzung kommt. In einem solchen Fall können die Schmerzen ausstrahlen. Besonders im Hals- und Ohrenbereich sind die Nervenverbindungen eng miteinander verbunden. Folgendes kann zu Schmerzen im Ohr führen:

  • Allergien: Allergische Reaktionen können ebenfalls eine Schwellung der Schleimhäute auslösen. Dadurch wird der Druckausgleich im Ohr gestört, was eine Ursache für Ohrenschmerzen sein kann.
     
  • Erkältungen: Virale oder bakterielle Infektionen wie eine Nebenhöhlen- oder Rachenentzündung können die Eustachische Röhre blockieren, was Ohrenschmerzen verursachen und wiederum zu einer Mittelohrentzündung führen kann.
     
  • Zahn- und Kiefergelenksprobleme: Entzündete oder beschädigte Zähne, Karies, Kreidezähne (Zahnschmelzstörung), Kiefergelenksentzündungen, Arthritis oder Zähneknirschen können Schmerzen verursachen, die ins Ohr ausstrahlen.
     
  • Trigeminusneuralgie: Dabei handelt es sich um chronischen Gesichtsnervenschmerz, welcher ebenfalls eine mögliche Ursache für Ohrenschmerzen sein kann.

Gut zu wissen: Probleme mit dem Kiefer stehen auch mit Tinnitus in Verbindung. Lesen Sie mehr zum Thema Tinnitus in unseren umfangreichen Beiträgen dazu.

Weitere, durch Viren verursachte Krankheiten, die Ohrenschmerzen als Symptom hervorrufen können sind:

  • Gürtelrose: Diese Viruserkrankung macht sich durch einen Hautausschlag bemerkbar und kann ein Grund für Ohrenschmerzen sein.
     
  • Herpes: Bei dieser Viruserkrankung kommt es zu schmerzhafter Bläschenbildung. Ohrherpes verursacht vor allem bei älteren Menschen häufig Schmerzen im Ohr.
     
  • Masern: Auch hier kommt es zu einem Hautausschlag und Ohrenschmerzen sind keine Seltenheit.
     
  • Mumps: Diese Virusinfektion befällt die Speicheldrüsen und löst Parotitis sowie Ohrenschmerzen aus.

5.3. Ursachen für Ohrenschmerzen bei Kindern

Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Ohrenschmerzen in den meisten Fällen auf eine akute Mittelohrentzündung zurückzuführen. Bei Jugendlichen hingegen tritt häufiger eine Entzündung des äußeren Gehörgangs auf.

6. Behandlung von Ohrenschmerzen: Was hilft gegen Ohrenschmerzen?

Ist man davon betroffen, fragt man sich natürlich: Was hilft gegen Ohrenschmerzen? Je nachdem, welche Ursache für die Ohrenschmerzen verantwortlich ist, können verschiedene Therapien und Mittel gegen Ohrenschmerzen zum Einsatz kommen.

  • Kommt es zu Infektionen und Entzündungen der Ohren und Schmerzen im Ohr, werden meist Antibiotika oder Antimykotika verschrieben, abhängig vom Erreger, der die Infektion auslöst. Es gibt Salben, Ohrentropfen gegen Ohrenschmerzen, aber auch Tabletten oder Infusionen. Manchmal werden diese auch gleichzeitig angewandt, um die Ohrenschmerzen behandeln zu können. In manchen Fällen werden auch alkoholartige Streifen als Mittel gegen Ohrenschmerzen in den Gehörgang eingelegt.

Gut zu wissen: Wenn Sie Ohrentropfen gegen Schmerzen verwenden, beachten Sie unbedingt die korrekte Anwendung der Ohrentropfen. Ohrentropfen gegen Ohrenschmerzen sollten körperwarm angewandt werden, da die Verwendung von kalten Ohrentropfen Schmerzen und Schwindel auslösen kann.

  • Im Falle von Ohrenschmerzen bei Erkältung kann es hilfreich sein, festsitzenden Schleim zu lösen, da dieser die Funktion der Eustachischen Röhre beeinträchtigen und zu Schmerzen im Ohr führen kann. Demnach kann Nasenspray bei Ohrenschmerzen hilfreich sein, da es die Schleimhäute beruhigt sowie abschwellend und schleimlösend wirkt.
     
  • Ist ein Fremdkörper oder Ohrenschmalz die Ursache für Ohrenschmerzen, können spezielle Ohrentropfen oder eine Ohrspülung als Mittel gegen Ohrenschmerzen dabei helfen den Fremdkörper oder das Ohrenschmalz entfernen zu können und so den Grund für die Ohrenschmerzen zu beseitigen.
     
  • Wenn die Zähne oder eine Kiefergelenksstörung die Ursache der Ohrenschmerzen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung von Schmerzen in Kiefer und Ohr: eine kieferorthopädische Behandlung, das Verwenden einer angepassten Zahnschiene, eine physiotherapeutische Behandlung mit speziellen Übungen und der gezielte Abbau von Stress, da Stress ebenfalls zu Anspannung im Kiefer führt.

Gut zu wissen: Stress hat nicht nur einen negativen Einfluss auf den Körper, sondern auch auf die Ohren. So kann schlechtes Hören durch Stress ausgelöst werden. Zudem hängen auch Tinnitus und Stress zusammen.

Ein Mann wird zahnärztlich behandelt

Eine zahnärztliche Behandlung kann eine schnelle und einfache Lösung sein, wenn die Zähne der Grund für die Ohrenschmerzen sind. Bildquelle: Anna Shvets

6.1. Wann zum Arzt bei Ohrenschmerzen

Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt, wenn sich die Ohrenschmerzen zunehmend verschlimmern, nach 48 Stunden nicht von selbst verschwunden sind oder folgende Symptome auftreten:

  • Ihnen ist schwindelig.
  • Sie haben starke Kopfschmerzen.
  • Sie erleben Lähmungserscheinungen im Gesicht.
  • Flüssigkeit tritt aus Ihrem Ohr aus, entweder Eiter oder Blut.
  • Im Bereich um das betroffene Ohr kommt es zu Schwellungen.

6.2. Selbstbehandlung bei Ohrenschmerzen

Es gibt auch zahlreiche Hausmittel, die bei Ohrenschmerzen Linderung verschaffen können. In unserem Beitrag zum Thema Hausmittel bei Ohrenschmerzen erfahren Sie, welche natürlichen Hausmittel und Methoden dabei helfen können, Schmerzen im Ohr effektiv zu lindern.

6.3. Ohrenschmerzen bei Erkältung

Was hilft gegen Ohrenschmerzen bei Erkältung? Kommt es im Zuge einer Erkältung zu Ohrenschmerzen, ist es wichtig, vorrangig die Erkältung an sich zu behandeln. In den meisten Fällen klingen die Schmerzen im Ohr im Zuge einer Genesung nämlich gemeinsam mit den anderen Erkältungssymptomen wieder ab.

Es gibt aber auch verschiedene Möglichkeiten, um die Ohrenschmerzen bei einer Erkältung gezielt zu lindern:

  • Ruhe geben: Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und Erholung, damit Ihr Immunsystem die Infektion effektiv bekämpfen kann.
     
  • Schlafposition anpassen: Wenn die Ohrenschmerzen einseitig auftreten, kann es helfen, auf der gesunden Seite zu schlafen, um die Ohrenschmerzen bei Erkältung nicht zu verstärken.
     
  • Viel trinken: Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees, um die Schleimhäute feucht zu halten und den Schleimabtransport zu erleichtern.
     
  • Nasenspülung anwenden: Bei verstopfter Nase oder Nebenhöhlenentzündung kann eine Nasenspülung helfen, die Atemwege zu befreien und als Mittel gegen Ohrenschmerzen bei Erkältung fungieren.
     
  • Kompresse verwenden: Gegen Ohrenschmerzen helfen auch Wärme- oder Eisbeutel, die man, eingewickelt in ein sauberes Handtuch, auf das betroffene Ohr legt.
     
  • Dampf inhalieren: Der warme Dampf einer Inhalation oder einer heißen Dusche kann festsitzenden Schleim lösen und Ohrenschmerzen verringern.
     
  • Medikamente nutzen: Abschwellende oder schleimlösende Mittel können dabei unterstützen, die Schmerzen im Ohr schneller loszuwerden. Verwenden Sie zum Beispiel Nasenspray bei Ohrenschmerzen.

Gut zu wissen: Leiden Sie aufgrund Ihres Gehörs unter Schlafproblemen? Wir haben für Sie einen detaillierten Beitrag zum Thema Schlafen mit Tinnitus und Hörverlust verfasst. Lesen Sie dort nach, was Sie tun können, um trotz Tinnitus und Hörverlust gut schlafen zu können.

6.4. Ohrenschmerzen nach Flug und auf Reisen

Ob nach dem Schwimmen im Meer, durch einen kühlen Luftzug im Auto oder beim Start und Landen im Flugzeug: Ohrenschmerzen auf Reisen sind keine Seltenheit, vor allem bei Kindern. Aber was hilft gegen Ohrenschmerzen auf Reisen? Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ohrenschmerzen vorbeugen und Beschwerden lindern.

  • Die richtige Pflege nach dem Kontakt mit Wasser:  Spülen Sie nach dem Tauchen oder Schwimmen in Salzwasser die Ohren mit klarem Süßwasser aus oder verwenden Sie Ohrentropfen, um Ohrenschmerzen vorzubeugen.
     
  • Auf den Druckausgleich achten: Im Flugzeug und in anderen Situationen kann der Druck auf die Ohren unangenehm werden. Kauen, Schlucken oder das Bewegen des Kiefers hilft, den Druck auf den Ohren auszugleichen und Ohrenschmerzen zu verhindern. Spezielle Ohrstöpsel mit Druckfilter können ebenfalls helfen.
     
  • Ohren gegen Kälte schützen: Besonders bei niedrigen Temperaturen, Zugluft oder Wind ist es wichtig, die Ohren warm zu halten. Eine Mütze, ein Stirnband oder Ohrenwärmer bieten effektiven Schutz für die Ohren und beugen Ohrenschmerzen vor.
Eine Frau sitzt im Flugzeug und schaut aus dem Fenster

Ohrenschmerzen im Flugzeug entstehen aufgrund von Luftdruckveränderungen und sind eine häufige Beschwerde von Reisenden. Bildquelle: Adrienn

7. Prävention von Ohrenschmerzen: Die 6 besten Tipps gegen Ohrenschmerzen

Während man Infektionen oder Erkältungen nicht immer vermeiden kann, gibt es durchaus Tipps, die bei der Vermeidung von Ohrenschmerzen hilfreich sein können:

Tipp 1: Auf allgemeine Hygiene achten

Waschen Sie regelmäßig die Hände, um das Risiko für Infektionen zu reduzieren. Trocknen Sie zudem die Ohren nach dem Schwimmen oder Duschen.

Tipp 2: Die Ohren richtig reinigen

Reinigen Sie nur die äußere Ohrmuschel vorsichtig und schieben Sie Reinigungsgegenstände nicht in den Gehörgang.

Tipp 3: Fremdkörper von den Ohren fernhalten

Stecken Sie sich keine Gegenstände wie Wattestäbchen in die Ohren, um Verletzungen und Infektionen zu vermeiden.

Tipp 4: Rauchen vermeiden

Verzichten Sie auf das Rauchen und meiden Sie auch Passivrauch, um Infektionen und Ohrenschmerzen zu verhindern. Ein gesunder Lebensstil ist wichtig für Ihre Gesundheit, einschließlich der Gesundheit Ihrer Ohren.

Tipp 5: Allergien mit einbeziehen

Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie Allergien haben, vermeiden Sie nach Möglichkeit den Kontakt mit den Allergieauslösern, um Irritationen und Entzündungen vorzubeugen.

Tipp 6: Gehör vor Lärm schützen

Verwenden Sie einen Gehörschutz wie Ohrstöpsel, wenn Sie wissen, dass Ihnen Situationen bevorstehen, in denen Sie sehr lauten Geräuschen ausgesetzt sind oder wenn Ihr Arbeitsalltag lärmreich ist. 

Lernen Sie zudem, wie Lärm vermindert werden kann und was Sie gegen Lärmbelastung am Arbeitsplatz tun können, um das Risiko für Lärmschwerhörigkeit zu reduzieren.

 

Es bleibt zu sagen: Ohrenschmerzen können unangenehm und belastend sein, doch mit der richtigen Diagnose und Behandlung durch Mittel gegen Ohrenschmerzen lassen sie sich oft schnell lindern. Während einige Ursachen für Ohrenschmerzen harmlose und vorübergehende Beschwerden hervorrufen, können andere auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen, die eine rasche Abklärung erfordern.

Durch vorbeugende Maßnahmen und die Beachtung von Tipps gegen Ohrenschmerzen lassen sich Ohrenschmerzen vermeiden. Indem Sie auf Ihr Gehör achten, tragen Sie dazu bei, langfristige Beschwerden zu verhindern und Ihre Lebensqualität zu erhalten.

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