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Tinnitus und Stress: Ursachen von stressbedingtem Tinnitus und Behandlung

entiendoo Redaktion
03.03.2026
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Seitliche Aufnahme von einem Mann in einem orangen Shirt, der sich die Hände fest auf die Ohren presst.

Ohrensausen durch Stress ist keine Seltenheit: Viele Menschen leiden unter Tinnitus, einem unangenehmen Pfeifen, Piepen oder Rauschen im Ohr. Dieses Ohrenpfeifen kann sich durch Stress noch verstärken oder genauso zum Stressfaktor werden.

Die Zahl der Tinnitus-Betroffenen steigt. Jeder zehnte Mensch kennt die unangenehmen Auswirkungen aus eigener Erfahrung. Der damit verbundene Leidensdruck? Für manche schier unaushaltbar. 

In diesem Beitrag gehen wir darauf ein, wie Stress und Tinnitus in Verbindung zueinanderstehen, warum Tinnitus selbst kein Stressthema bleiben muss und welche Ansätze und Bewältigungsstrategien Ihnen langfristig Erleichterung verschaffen.

Dieser Text wird fachlich unterstützt von entiendoo-Hörexpertin Mag. Maria Heiss. Seit 2005 führt sie als Hörakustik-Meisterin und Tinnitusspezialistin ein eigenes Hörstudio in St. Pölten und betreut dort gemeinsam mit ihrem Team höchst erfolgreich Menschen mit verschiedenen Formen von Hörbeeinträchtigungen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Tinnitus und Stress stehen in Wechselwirkung zueinander. Stress kann hier sowohl Verstärker als auch potenzieller Auslöser von Tinnitus sein. Die meisten Betroffenen empfinden bei Ohrenrauschen Stress. Um zu verhindern, dass es zu einer negativen Abwärtsspirale zwischen Tinnitus und Stress kommt, ist es wichtig, diese Verbindung bewusst zu erkennen und aktiv gegenzusteuern.
     
  • Tinnitus kann sowohl Vorbote als auch Begleiter von psychischen Erkrankungen sein: als Anzeichen für Burnout, bei Ängsten, Depression oder auch als Folge eines traumatischen Erlebnisses.
     
  • Stressbedingter Tinnitus wird mittels Anamnese, HNO-ärztlicher Untersuchung und dem Ausschluss von körperlichen Ursachen mittels erweiterter Diagnostik festgestellt.
     
  • Während die Ursachen mitunter nicht vollständig geklärt werden können, heißt das nicht, dass man nichts gegen die Symptome tun kann.
     
  • Ein holistischer Ansatz aus dem Einsatz von Hörgeräten und individuell geeigneten Bewältigungsstrategien, darunter Verhaltenstherapie und Lebensstilanpassungen, kann den Leidensdruck für Tinnitus-Betroffene erheblich senken oder bestenfalls ganz verschwinden lassen.
     
  • Neunzig Prozent der Tinnitus-Betroffenen haben eine Hörminderung, zumindest in einer der vielen Frequenzen, die unser Gehör aufnimmt. In der Praxis hat sich gezeigt: Hörgeräte helfen in den meisten Fällen am schnellsten und effektivsten bei Tinnitus.

1. Welche Verbindung herrscht zwischen Tinnitus und Stress?

Tinnitus und Stress können sich gegenseitig bedingen. Tritt ein akuter, subjektiver Tinnitus auf, ist dieser für den Betroffenen oft nur kurzzeitig hörbar und verschwindet dann meist von selbst. Stresssituationen können einen akuten, subjektiven Tinnitus auslösen. Ist das Ohrgeräusch chronisch, kann der Tinnitus selbst zu einem belastenden, zusätzlichen Stressfaktor für den Betroffenen werden.

Anders als die obig beschriebenen Arten wird ein pulsierender Tinnitus nicht durch Stress ausgelöst, sondern findet seine Ursache fast immer in Strömungsgeräuschen des Blutflusses zum Innenohr hin.

Gerade bei jungen Menschen ohne auffällige Hörschwierigkeiten ist Stress der häufigste Auslöser für Tinnitus – ein Warnzeichen des Körpers bei Überbelastung. Grundsätzlich werden Ohrgeräusche durch Stress begünstigt.

1.1. Wie hängen Emotion und Gehör zusammen?

Unser Hörsystem steht dem limbischen System, also dem Teil des Gehirns, der für die Gefühle zuständig ist, sowohl in der Anatomie als auch in seiner Funktion sehr nahe. Einfach gesagt kann Stress dazu führen, dass unser Gehirn durch Stress oder seelische Belastungen die Hörsignale falsch verarbeitet. Eine mögliche Folge sind Ohrgeräusche wie Tinnitus.

Der mit Tinnitus verbundene Leidensdruck fällt je nach Betroffenem unterschiedlich aus. Gerade bei Menschen, die ihren Tinnitus als besonders störend empfinden, kommt es im Gehirn zu Stressreaktionen – das autonome Nervensystem wird sozusagen durch das Geräusch alarmiert. Dieser Umstand macht deutlich, wie stark Hörinformationen auf seelischer Ebene wirken können – sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Während das Hören eines Lieblingslieds unmittelbar ein angenehmes Gefühl in uns hervorruft, kann ein irritierendes Ohrgeräusch wie ein Tinnitus das genaue Gegenteil auslösen.

Gut zu wissen: Auch Schwerhörigkeit und Psyche beeinflussen sich oft gegenseitig und sogar bei Demenz und Schwerhörigkeit zeigen sich deutliche Zusammenhänge. In unseren ausführlichen Beiträgen zu diesen Themen erfahren Sie mehr dazu.

1.2. Kann Tinnitus durch Stress entstehen?

Stress kann sowohl als Verstärker als auch als Auslöser für Tinnitus betrachtet werden. Ein bereits vorhandener Tinnitus kann möglicherweise durch ein erhöhtes Stressaufkommen noch präsenter werden. Das Ohrgeräusch selbst kommt in erster Linie durch eine Verarbeitungsstörung im Gehirn zustande. Es kann dabei schon ausreichen, auf nur einer einzigen Frequenz weniger gut zu hören als auf allen anderen. Dies ist für den Betroffenen selbst oft nicht wahrnehmbar, kann dem Gehirn allerdings bereits Grund genug sein, diese Leere „auszugleichen“ – zum Beispiel in Form eines hartnäckigen Piepsens.

Ob Tinnitus stressbedingt entsteht, ist daher Auslegungs- und Definitionssache. Viel entscheidender: Man kann in den meisten Fällen etwas dagegen tun.

Gut zu wissen: Die Ursache muss nicht bis ins Detail bekannt sein, um etwas gegen Ihren Tinnitus zu tun. Die aus der Praxis bewährte Lösung: Hörgeräte. In dem Bereich, wo das Gehirn aufgrund einer vorliegenden Hörminderung zu wenig Input bekommt, erzeugt das Gehirn selbst ein Signal, das vom Betroffenen als Tinnitus wahrgenommen wird. In dem Moment, wo diese Frequenz mit einem Hörgerät ausgeglichen wird, also das Gehirn wieder einen Input bekommt, wird das Ohrgeräusch häufig deutlich leiser oder ist mitunter gar nicht mehr hörbar. Wichtig ist nur, dass der Hörverlust wirklich ausgeglichen wird. Geeignete Hörlösungen finden Sie hier bei entiendoo.

1.3. Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Die Frage, ob Stress Tinnitus auslösen kann, ist wissenschaftlich zwar nicht abschließend geklärt, wird aber bereits sehr viel länger gestellt als man möglicherweise denkt – genau genommen seit dem 19. Jahrhundert. Der englische Chirurg Dr. John Harrison Curtis machte die Beobachtung, dass zwei von fünf Betroffenen den Tod eines nahestehenden Familienmitglieds und den daraus resultierenden psychosozialen Stress erlebten und in diesem Zusammenhang einen Tinnitus entwickelten.

HNO-Ärzte und Otologen erleben es ebenfalls, dass Tinnitus-Patienten davon berichten, dass psychosoziale Belastung bereits vor dem Auftreten des Tinnitus ein Thema war.

Eine schwedische Studie aus dem Jahr 2011 zeigt, dass Stress ähnlich bedeutsam für das tinnitusbedingte Belastungsgefühl ist wie die Lärmbelastung am Arbeitsplatz. Ein Anstieg des Stressniveaus sorgt laut den Ergebnissen hierbei für ein höheres Tinnitus-Unbehagen. Die Forscher sprechen sich deshalb insbesondere bei Menschen mit erhöhtem Stressniveau für ein gutes Stressmanagement aus, um sowohl einen weiteren Anstieg des Stresspegels als auch die Entwicklung beziehungsweise Verschlimmerung des Tinnitus für (potenzielle) Betroffene zu verhindern.

Wissenschaftler sind sich grundsätzlich darüber einig, dass Stress zur Verschlechterung der Tinnitus-Symptome führt.

Eine Frau sitzt auf einem Bürostuhl an ihrem Arbeitsplatz und rauft sich die Haare, weil sie gestresst ist.

Chronischer Stress bei der Arbeit kann dazu führen, dass Tinnitus entweder ausgelöst oder verstärkt wird. Bildquelle: Mizuno K

2. Was, wenn der Tinnitus Stress verursacht?

Für viele Menschen bedeutet Ohrensausen Stress. Damit es nicht zu einer negativen Stress-Tinnitus-Spirale kommt, ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass Tinnitus in vielen Fällen kein unlösbares Problem bleiben muss. Zur Stressreduktion trägt auch die Gewissheit bei, dass Ihnen bei Tinnitus in vielen Fällen eben doch geholfen werden kann.

2.1. Ist Tinnitus behandelbar?

Tinnitus ist in den meisten Fällen behandelbar. Nur weil ein chronischer Tinnitus per se „nicht heilbar“ ist, zumindest nicht nach jetzigem Stand, heißt das nicht, dass man nichts tun kann, um den Leidensdruck zu verringern. 

Fachexpertin Mag. Maria Heiss: „In meinem Alltag als Hörakustikerin mache ich sehr oft die Erfahrung, dass Tinnitusbetroffene glauben, man kann ihnen nicht helfen. Das ist allerdings ein hartnäckiges Vorurteil. Entgegen der verbreiteten Annahme, man müsse sich mit Tinnitus abfinden, gibt es sehr wohl Möglichkeiten, die gute Verbesserungschancen für die Lebensqualität von Betroffenen bereithalten. Allem voran steht die Grundempfehlung des Tragens von Hörgeräten, auch unabhängig davon, ob nun eine offiziell diagnostizierte Hörminderung vorliegt oder nicht. So unverständlich das auch für viele erscheinen mag, so hat es sich doch in der Praxis in vielen Fällen als deutliche Erleichterung erwiesen.“ 

Gut zu wissen: Wir von entiendoo haben es uns zur Aufgabe gemacht, Tinnitus-Betroffenen Lösungen anzubieten, die die Lebensqualität langfristig steigern. Angefangen bei Hearables (einer Art moderner Hörgeräte) über Hörtraining bis hin zu Supplements (Nahrungsergänzungsmitteln) vertreten wir einen holistischen Ansatz.

2.2. Verschiedene Meinungen

Die gängige Meinung vieler HNO-Ärzte, man könne nichts gegen chronischen Tinnitus tun, wird immer häufiger sowohl in Studien als auch in der Praxis erfolgreich widerlegt. Wissenschaftlich konnte bereits 2009 festgestellt werden, dass verglichen mit einer Kontrollgruppe ohne Hörgeräte bei den Hörgeräteträgern eine deutliche Verbesserung der Tinnitus-Belastung messbar war.

Im Rahmen einer anderen Studie aus dem Jahr 2023 wurde die Wirksamkeit von Hörgeräten für die Verringerung von Tinnitus-Symptomen bei Menschen mit und ohne messbarem Hörverlust ermittelt. Die Ergebnisse zeigten, dass bei beiden Gruppen eine deutliche Verbesserung der Symptome mittels Hörgeräte erreicht werden konnte. Neunzig Prozent der Tinnitus-Betroffenen haben einen Hörverlust, der jedoch oft unbemerkt bleibt. Ein Hörgerät gleicht die teils minimalen „Frequenz-Leerstellen“ des Gehörs, die das Gehirn wiederum mit Tinnitus füllt, sozusagen aus, wodurch dieser sofort leiser wird oder sogar ganz verschwindet.

Eine neue deutsche Studie befasst sich mit genau diesem Umstand und stützt die Praxiserfahrungen ebenfalls auf wissenschaftlicher Ebene. Zuvor wurde die Frage, ob das Tragen von Hörgeräten zu einer Verringerung oder gar vollständigen Beseitigung des Tinnitus führen kann, hierzulande kaum wissenschaftlich untersucht, was die geringe deutschsprachige Quellendichte in diese Richtung erklärt. Demnach stellt die Studie, wenn auch umfangmäßig klein, einen wichtigen Schritt in die Füllung dieser Leerstelle dar. Sie gibt einen klaren Hinweis auf das Potenzial, welches Hörsysteme gerade im Zusammenhang mit der Tinnitus-Behandlung bergen.

Ein interessanter Kernaspekt dieser Studie findet sich in der Auswahl der Studienteilnehmer. Hier wurde der Fokus auf Tinnitus-Betroffene gelegt, die aufgrund ihrer Hörtestergebnisse als normalhörend eingestuft sind, also keine diagnostizierte Hörminderung aufweisen. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Verbesserung für die Lebensqualität der Teilnehmer. Bei jenen, die mit Hörsystemen ausgestattet wurden, verschwand der Tinnitus während des Tragens mitunter komplett oder wurde als deutlich leiser wahrgenommen.

Der Gedanke, als normalhörender Mensch ein Hörgerät zu tragen, mag im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen. Sowohl in der Praxis als auch im Rahmen der oben genannten Studien konnte jedoch deutlich festgestellt werden, dass das Tragen von Hörsystemen für die meisten Betroffenen das vielversprechendste Mittel sein kann, um den eigenen Tinnitus und den damit verbundenen Stress in den Griff zu bekommen.

3. Können Tinnitus-Ursachen psychisch sein?

Tinnitus gilt allgemein als Anzeichen für eine angespannte Psyche. Ohrgeräusche finden sich mitunte in Kombination mit Burnout, Depressionen oder Angststörungen. Auch hier ist es wichtig, sich über die Wechselwirkungen von Tinnitus und der Psyche klar zu sein und gegebenenfalls die nötige professionelle Unterstützung heranzuziehen.

Chronische Ohrgeräusche führen bei vielen Betroffenen zu einem erheblichen Leidensdruck, was mit mentalen Gesundheitsproblemen korrelieren kann. Dementsprechend gilt es in diesen Fällen, sowohl das Ohrgeräusch als auch die parallel auftretende oder zugrundeliegende psychische Erkrankung nach fachärztlicher Einschätzung zu behandeln. Bei bestehenden psychosomatischen Begleiterkrankungen, die in Verbindung mit dem Tinnitus stehen, werden also unter Umständen auch Fachexperten aus der Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie miteinbezogen.

Umgekehrt kann es sein, dass die zugrundeliegende Erkrankung und der damit verbundene Stress einen psychisch bedingten Tinnitus erst auslösen.

3.1. Tinnitus durch Angststörung

Schon das Wort „Tinnitus“ kann Angst bei den Betroffenen auslösen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ruft möglicherweise ein Gefühl der Ausweglosigkeit hervor, gerade auch durch die weit verbreitete Annahme, „man könne nichts gegen Tinnitus tun“. Warum diese Aussage so nicht zutrifft, erklären wir auch in unserem ausführlichen Blogartikel zum Thema Tinnitus.

Tinnitus selbst ist mehr Symptom als Krankheit und muss auch kein Indiz für eine ernste zugrundeliegenden Erkrankung sein. Ohrgeräusche können Ängste oder Unsicherheiten in diese Richtung allerdings fördern und womöglich die Befürchtung auslösen, dass etwas Gefährliches dahintersteckt.

3.2. Tinnitus und Trauma

Traumatische Erlebnisse zählen zu den häufigsten Auslösern beziehungsweise Verstärkern von Tinnitus. Extreme seelische Kränkungen wie Trennungen oder auch die Trauer um einen geliebten Menschen manifestieren sich mitunter als Rauschen im Ohr.

3.3. Tinnitus bei Depression

Tinnitus hat, wie bereits weiter oben beschrieben, mitunter erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit eines Betroffenen. In manchen Fällen führt der damit entstandene Leidensdruck zu einer Depression. Im Umkehrschluss gilt, dass eine Depression allein Tinnitus zwar nicht verursacht, den Umgang damit allerdings schwieriger für Betroffene macht.

3.4. Tinnitus und Burnout

Tinnitus kann sowohl Begleitsymptom als auch körperliches Anzeichen für ein drohendes Burnout sein. Psychische Überlastung kann für das plötzliche Auftreten eines akuten Tinnitus verantwortlich sein.

Die WHO versteht das Burnout Syndrom als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz – charakterisiert durch bekannte Aspekte wie Erschöpfung, zunehmende geistige Distanz zum Arbeitsplatz und eine verminderte berufliche Leistungsfähigkeit.

Im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 2012 wurde emotionale Erschöpfung zum ersten Mal als stärkster Risikofaktor für Tinnitus ausgemacht – noch vor traditionelleren Faktoren wie Hörverlust oder arbeitsbedingtem Lärm. Die Ergebnisse zeigten zudem einen möglichen Einfluss auf die Schwere des Tinnitus. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass emotionale Erschöpfung den Tinnitus für Betroffene verschlimmern kann. Die Forscher weisen auf die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse hin und sprechen sich dafür aus, Tinnitus-Patienten auf stressbedingte Erkrankungen hin zu untersuchen.

Was bedeutet dies konkret für einen selbst, wenn man an Tinnitus leidet oder eine Tendenz hat, Tinnitus zu entwickeln? Nach allen Möglichkeiten präventive Maßnahmen treffen, sobald emotionale Erschöpfung wahrnehmbar wird.

Gut zu wissen: Wir von entiendoo unterstützen Sie nicht nur in der Beseitigung Ihrer Hörprobleme, sondern auch in der Prävention weiterer hörbedingter Beeinträchtigungen. Unser Online-Hörtest kann in jedem Fall ein erster Anhaltspunkt für Sie sein.

3.5. Tinnitus und Schlaf

Schlafprobleme sind unter Tinnitus-Betroffenen bedauerlicherweise weit verbreitet – und verglichen mit Personen ohne Tinnitus wesentlich häufiger. Es gibt laut wissenschaftlichen Ergebnissen zufolge einen positiven Zusammenhang zwischen der Schwere des Tinnitus und einem Anstieg von Schlaflosigkeit.

In unserem Blogartikel zum Thema Schlafen mit Tinnitus und Hörverlust gehen wir detaillierter darauf ein, was es für Möglichkeiten gibt, um die Schlafqualität trotz Ohrgeräusch langfristig zu verbessern.

Ein junger Mann liegt im Bett und scrollt auf seinem Smartphone, weil er wegen Tinnitus unter Schlaflosigkeit leidet.

Tinnitus kann häufig Schlafprobleme begünstigen. Bildquelle: SHVETS production

4. Wie diagnostiziert und behandelt man stressbedingten Tinnitus?

Im Rahmen der medizinischen Diagnostik werden neben der Ermittlung von etwaigen körperlichen Ursachen die individuellen Verstärker und Auslöser für den Tinnitus eines Betroffenen untersucht. Die Diagnostik bildet die Basis für die anschließenden Behandlungsmaßnahmen.

4.1. Wie läuft die Diagnose von stressbedingtem Tinnitus ab?

  • Anamnese: der HNO-Arzt führt ein ausführliches Anamnesegespräch mit dem Tinnitus-Patienten zu dessen Krankengeschichte. Dabei werden mögliche Auslöser für den Tinnitus erörtert – darunter potenzielle Stressquellen – sowie eventuelle Begleiterkrankungen. Zudem wird der Grad der Tinnitus-Belastung bestimmt.
     
  • HNO-ärztliche Untersuchung: es erfolgen Untersuchungen des Hals-, Nasen- und Ohrbereichs und die Durchführung eines Hörtests, um festzustellen, ob und in welcher Schwere ein messbarer Hörverlust vorliegt.
     
  • Erweiterte Untersuchungen: In äußerst seltenen Fällen kann dem Tinnitus eine Erkrankung zugrunde liegen. Aus diesem Grund gibt es Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT), mit deren Hilfe man einen Tumor als Ursache für den Tinnitus ausschließen kann.

4.2. Geht stressbedingter Tinnitus wieder weg?

Ein akuter, stressinduzierter Tinnitus bildet sich in vielen Fällen spontan zurück. Bei chronischem, also länger als drei Monate anhaltendem Tinnitus, ist eine spontane Rückbildung eher unwahrscheinlich. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Tinnitus-Behandlung, die dazu führen können, dass der Tinnitus leiser wird oder für den Betroffenen sogar gar nicht mehr wahrnehmbar ist.

Besonders bei stressbedingtem Tinnitus gilt: Die Reduktion der damit verbundenen Stressfaktoren erfordert einen vielseitigen Ansatz. Oft wird auf eine Kombination aus medizinischen, therapeutischen und selbststärkenden Methoden gesetzt, um den Betroffenen zu helfen, besser mit ihren Tinnitus-Symptomen umzugehen und Stress zu reduzieren.

4.3. Wie kann man stressbedingten Tinnitus behandeln?

Für die Behandlung von stressbedingtem Tinnitus werden Geräte herangezogen, die nicht unbedingt nur einen bestehenden Hörverlust ausgleichen, sondern auch wirkungsvoll bei Tinnitus sein können.

  • Hörgeräte: Hörgeräte dienen als sinnvolles Kernelement in der Tinnitus-Behandlung, weil sie sich in der Praxis als schnellste und effektivste Maßnahme gegen Tinnitus erwiesen haben. Ihre Wirksamkeit gilt von Expertenseite als unbestritten, auch bei leichter Schwerhörigkeit. Hörverlust jeglicher Art, ob nun für den Betroffenen wahrnehmbar oder nicht, manifestiert sich bei manchen Menschen durch Fehlsignale des Gehirns als Piepsen oder Rauschen im Ohr. Zwar wird chronischer Tinnitus durch Stress gefördert, jedoch kann man ihn selten nur durch Stressreduktion loswerden. Hörgeräte schaffen hier die beste Abhilfe.

Gut zu wissen: Inzwischen gibt es auch Hearables (eine Art moderner Hörgeräte), die optisch eher an Earbuds erinnern und kostengünstiger sind als klassische Hörgeräte. Einige gute Modelle finden Sie in unserem Online-Shop.

  • Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) nach J. Hazell und P. Jastreboff: Die TRT ist erstaunlich wenig weit verbreitet, aber äußert wirkungsvoll. Dieser Therapieansatz beinhaltet den Einsatz von sogenannten Noisern (oder Rauschgeneratoren) und hat zum Ziel, den Tinnitus aus dem Bewusstsein zu verdrängen, indem das Gehirn das Hören des Ohrgeräusches nach und nach verlernt. So kann langfristig der Leidensdruck für Tinnitus-Betroffene verringert werden. Einen wichtigen Teil dieser Therapie macht das „Tinnitus Counselling“ aus. Im Rahmen dieser Beratung werden Patienten mit den Regeln vertraut gemacht, die es beim Einsatz von Noisern zu beachten gilt.

Gut zu wissen: In der Tinnitus-Behandlung werden sogenannte „Tinnitus-Noiser“ eingesetzt, um den Betroffenen dabei zu helfen, den Fokus nicht mehr auf das Hören des Tinnitus zu legen, sondern bewusst das Gehirn abzulenken auf ein anderes Geräusch, nämlich auf das Rauschen des Noisers, das die meisten Betroffenen als angenehm und beruhigend empfinden. Dieser Gewöhnungsprozess nennt sich „Habituation“. Es gibt studienbasierte Hinweise darauf, dass die Habituation durch verschiedene emotionale Zustände gestört werden kann, was einmal mehr unterstreicht, wie stark die Psyche an der Entwicklung von Tinnitus beteiligt ist.

  • Cochlear-Implantate: Sogenannte Cochlear-Implantate werden nur bei Menschen eingesetzt, deren Hörvermögen stark eingeschränkt ist, bis hin zum vollständigen Hörverlust. Ein solches Implantat kann das Rauschen im Ohr reduzieren und damit auch die Tinnitusbelastung für Betroffene senken.
Ein Mann sitzt einer Psychotherapeutin gegenüber, weil er aufgrund von stressbedingtem Tinnitus eine Verhaltenstherapie macht.

Bei stressbedingtem Tinnitus ist die Betrachtung der psychologische Ebene wichtig. Bildquelle: cottonbro studio

Neben dem Einsatz von verschiedenen Geräten gibt es zudem die Möglichkeit, auf psychologischer Ebene Lösungen zu Tinnitus und Stress zu erarbeiten und dem Leidensdruck positiv entgegenzuwirken.

  • Psychotherapie: Tinnitus und der damit verbundene Leidensdruck können negative Gefühle in Bezug auf das eigene Leben begünstigen, zu sozialem Rückzug und Vermeidungsverhalten führen sowie Hilflosigkeit fördern. Psychotherapie kann ein wirkungsvolles Mittel sein, um besser mit der Tinnitus-Belastung umgehen zu können. Insbesondere Verhaltenstherapie wird bei chronischem Tinnitus eingesetzt. Im Rahmen einer tinnitusspezifischen Verhaltenstherapie erarbeiten Betroffene Wahrnehmungstechniken, durch die der Tinnitus für sie weniger präsent wird oder möglicherweise auch gar nicht mehr wahrgenommen wird. Die Wirksamkeit einer strukturierten tinnitusspezifischen, kognitiven verhaltensmedizinischen Therapie (KVT) ist bereits in kontrollierten Studien nachgewiesen worden.
     
  • Weitere Therapien: Weitere mögliche Therapien sind beispielsweise auch verschiedene Formen der Musik- und Soundtherapie. Der gezielte Einsatz von angepassten frequentierten Geräuschen soll hierbei die Wahrnehmung des Tinnitus für Betroffene lindern. Auch Hörtraining bzw. Hörtherapie erweist sich als wirkungsvolle Methode in der Tinnitus-Behandlung. Tinnitus-Patienten trainieren wortwörtlich ihr Gehör durch Übungen wie Richtungshören, Fokussierung und Differenzierung von Geräuschen, mit dem Ziel, die Habituation zu fördern.

Gut zu wissen: In unserem Beitrag zum Thema Tinnitus-Behandlung veranschaulichen wir die verschiedenen Strategien, die in der Behandlung von Tinnitus Anwendung finden – von medizinisch bis alternativ.

5. Was tun bei Tinnitus durch Stress?

Ob Stress nun der Auslöser oder die Folge von Tinnitus ist: Es gibt verschiedene Wege, wie man ihm erfolgreich begegnen kann.

Die besten medikamentösen Behandlungsaussichten beschränken sich auf die akute Zeitspanne. Ist der Tinnitus als chronisch eingestuft, hält also bereits seit mehr als drei Monate an, kommen überwiegend andere therapeutische Maßnahmen infrage.

5.1. Hörgerät als Kernelement in der Tinnitus-Behandlung

Wir wissen aus der Praxis, dass Menschen mit Tinnitus sehr schnell und effektiv mittels professionell angepasster Hörgeräte geholfen werden kann – selbst dann, wenn keine diagnostizierte Hörminderung vorliegt. Wie kann das sein?

Ein Hörtest kann das Gehör nur auf eine limitierte Anzahl von Frequenzen hin testen, nicht auf jede einzelne. Es kommt vor, dass der Betroffene ein unauffälliges Ergebnis hat und dennoch bei einer der ungetesteten Frequenzen eine unentdeckte Hörschwäche aufweist. Unser Gehirn erhält dadurch zu wenig Input und füllt die entstandene Leere mit Ohrgeräuschen, die Betroffene als Tinnitus wahrnehmen. Ein Hörgerät gleicht diese Schwäche aus und im Idealfall verschwindet der Tinnitus während des Tragens des Hörgerätes nicht nur sofort, sondern auch vollständig.

5.2. Was Sie selbst bei Tinnitus durch Stress tun können

Alltagsstress sorgt meist für ein verstärktes Sausen im Ohr und damit für eine verstärkte Tinnitusbelastung. Um dem positiv entgegenzuwirken, bietet es sich an, Entspannungstechniken in den Alltag zu integrieren. Hörgeräte sind das beste Mittel, um Stress mit Tinnitus zu reduzieren. Wir haben ergänzend eine Liste mit verschiedenen Bewältigungsstrategien für Sie zusammengestellt, die Ihnen im Umgang mit Tinnitus-Stress Erleichterung verschaffen und die Sie selbst ganz einfach durchführen können.

  • Supplements: Antioxidantien, B-Vitamine, Ginseng, Melatonin, Zink – die Liste an möglichen Nahrungsergänzungsmitteln, die unterstützend gegen Tinnitus-Stress wirken können, ist lang.

Gut zu wissen: Supplements (Nahrungsergänzungsmittel) können sich positiv auf verschiedene Aspekte rund um die Hörgesundheit auswirken, nicht per se nur bei Tinnitus.

  • Aromatherapie: Auch Aromatherapie kann Vorteile zur Stresslinderung bei Tinnitus bieten. Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass bestimmte Düfte die Gehirnaktivität beeinflussen und Stresshormone im Körper reduzieren könnten.
     
  • Stressbewältigungstechniken: Atemübungen, Meditation, progressive Muskelentspannung oder Yoga können helfen, den durch Tinnitus verursachten Stress zu mindern. Vorteilhaft an stresslösenden Übungen ist der sofortige Entspannungseffekt. Daher eignen sie sich besonders für Situationen, in denen man unter akuter Anspannung leidet.
     
  • Körperliche Betätigung: Bewegung steigert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern soll sich auch positiv auf die Tinnitus-Belastung auswirken. Zudem führt körperliche Betätigung zu einer besseren Schlafqualität, was gerade im Zusammenhang mit Tinnitus ein wichtiger Schlüsselfaktor ist. Schonende Formen wie Yoga, Tai-Chi, regelmäßige Spaziergänge oder Schwimmen können an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse angepasst werden und eignen sich somit für jeden.
     
  • Kreative Beschäftigung: Kreative Aktivitäten bringen uns dazu, uns unmittelbar mit der vor uns liegenden Aufgabe zu beschäftigen. Sie fördern den Spaß und das Entspannungsgefühl und durch die Ablenkung kann auch die Tinnitus-Belastung abnehmen. Aktivitäten wie Malen, Schreiben, Holzarbeiten und Häkeln eignen sich hervorragend dafür.
     
  • Gesunder Lebensstil: Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und genügend Schlaf ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und kann Tinnitus und Stress reduzieren.
     
  • Stressvermeidung: Das Vermeiden von Stressoren wie lauten Geräuschen, Alkohol, Koffein oder Nikotin kann helfen, Tinnitus-Symptome zu lindern und Stress zu reduzieren.

Gut zu wissen: Lärm kann das Gehör schädigen und Lärmschwerhörigkeit verursachen. Wenn beispielsweise Lärm am Arbeitsplatz für Sie an der Tagesordnung steht, sollten Sie Ihr Gehör unbedingt mit einem geeigneten Gehörschutz wie Ohrstöpseln schützen oder andere Methoden anwenden, wie Lärm vermindert werden kann. Im Alltag kann es zum Beispiel hilfreich sein, sich gezielt ruhige Cafés und Restaurants auszusuchen.

  • Austausch: Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen oder Online-Foren kann emotionale Unterstützung bieten, hilfreiche Tipps vermitteln und dabei helfen, besser mit Tinnitus umzugehen und den damit verbundenen Stress zu bewältigen.

Nicht jede Bewältigungsstrategie passt zu jedem Menschen oder jeder Situation. Es lohnt sich daher, Verschiedenes auszuprobieren, um langfristig ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Technik in welchem Moment die größte Erleichterung verschafft.

5.3. Zuversicht behalten

Zuversicht ist ein wichtiger Kernfaktor im Umgang mit Tinnitus und dem damit verbundenen Stress. Die oben beschriebenen Möglichkeiten bieten allesamt die Chance, den Leidensdruck zu senken. Es ist in den meisten Fällen möglich, die Lebensqualität für Tinnitus-Betroffene bedeutend zu steigern.

Zwei Frauen umarmen sich herzlich und lachen dabei.

Zuversicht ist entscheidend im Umgang mit Tinnitus. Bildquelle: Marcus Aurelius

Auch die Art, wie man mit sich selbst umgeht, kann das Stressempfinden beeinflussen und damit auch die Ausprägung des Tinnitus. Es macht einen großen Unterschied, ob man positiv über sich selbst spricht oder Selbstzweifel die Überhand haben. Tinnitus kann katastrophisierende Gedanken begünstigen, weshalb es Betroffenen oft schwerfällt, daran zu glauben, dass ihnen tatsächlich geholfen werden kann. Ein realistischer, mitfühlender Umgang mit den eigenen Gefühlen macht uns resilienter, handlungsfähiger und stellt damit auch einen wichtigen Schritt in ein weniger stressbelastetes Verhältnis zum Thema Tinnitus dar.

Fachexpertin Mag. Maria Heiss: „Wenn ich als Hörakustikerin mit Menschen arbeite, die seit Jahren oder sogar Jahrzehnten mit Tinnitus leben, sind oft verschiedenste Gefühle im Spiel – nicht selten massive Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Tinnitus kann katastrophisierende Gedanken begünstigen, weshalb es Betroffenen oft schwerfällt, daran zu glauben, dass ihnen tatsächlich geholfen werden kann, insbesondere wenn ihnen von vielen Seiten gesagt wird, dass man dagegen nichts machen kann.“ 

Ein realistischer, mitfühlender Umgang mit den eigenen Gefühlen macht uns resilienter, handlungsfähiger und stellt damit auch einen wichtigen Schritt in ein weniger stressbelastetes Verhältnis zum Thema Tinnitus dar.

6. Fazit

Tinnitus und Stress stehen in Wechselwirkung zueinander. Häufig bedingen sie sich und verstärken sich gegenseitig. Die meisten Menschen erleben auch durch die Ohrgeräusche Stress. Nicht selten kommt es deswegen zu einer Abwärtsspirale aus Stressgefühlen und Tinnitus.

Stress gilt allgemein als möglicher Auslöser von Tinnitus. Dies zeigt sich auch durch die Rolle der Psyche in der Entwicklung von Ohrgeräuschen, wenn auch Korrelation nicht automatisch Kausalität bedeutet. Tinnitus tritt unter Umständen in Kombination mit psychischen Erkrankungen auf, wie Depressionen, Angstzuständen oder Burnout. Auch wissenschaftlich gesehen gibt es Indizien, die auf die enge Verbindung von emotionalem Befinden und Tinnitus hinweisen.

Es gibt zahlreiche Wege, um den Tinnitus-Stress langfristig zu senken. Angefangen vom Tragen von Hörgeräten über Verhaltenstherapie bis hin zu alltagstauglichen individuellen Bewältigungsstrategien. Es lohnt sich in jedem Fall eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen. Denn: Je weniger Stress, desto weniger wahrnehmbar wird auch meist der Tinnitus. Wir von entiendoo bieten Ihnen verschiedene Hörlösungen an, die diesen holistischen Ansatz optimal unterstützen – darunter Hörgeräte und Hearables (unsere bevorzugten Lösungen), Hörtraining und Supplements.

7. FAQ

  • Wie hängen Tinnitus und Stress zusammen?
    Tinnitus und Stress beeinflussen sich gegenseitig und können sich bedingen. Tritt ein Tinnitus akut auf, ist dieser oft nur kurzzeitig hörbar und verschwindet dann meist von selbst. Stresssituationen können einen akuten, subjektiven Tinnitus auslösen. Ist das Ohrgeräusch dagegen chronisch, kann der Tinnitus selbst zu einem Stressfaktor für den Betroffenen werden.
     
  • Was hat Tinnitus mit der Psyche zu tun?
    Tinnitus tritt unter anderem auch in Kombination mit Burnout, Depressionen oder Angststörungen auf. Auch hier ist es wichtig, sich über die Wechselwirkungen von Tinnitus und der Psyche klar zu sein und wenn nötig professionelle Unterstützung zu holen. Chronische Ohrgeräusche verursachen bei Betroffenen oft einen starken Leidensdruck, was mit mentalen Gesundheitsproblemen korrelieren kann. In diesen Fällen sollte nicht nur das Ohrgeräusch, sondern auch die parallel auftretende oder zugrundeliegende psychische Erkrankung nach fachärztlicher Einschätzung behandelt werden.
     
  • Ist Stress schuld an meinem Tinnitus?
    Stress kann einen Tinnitus zwar subjektiv lauter erscheinen lassen, ist aber nicht die alleinige Ursache für Ihr Ohrgeräusch. Tinnitus entsteht in der Regel als Folge eines (möglicherweise unentdeckten) Hörverlustes. Um sowohl Tinnitus als auch tinnitusbedingten Stress in den Griff zu bekommen, empfehlen wir Ihnen daher das Tragen von Hörgeräten. Die besten modernen Hörlösungen finden Sie bei entiendoo.
     
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Tinnitus und Stress?
    Hörgeräte sind das effektivste Mittel für eine erfolgreiche Tinnitus-Behandlung, weil sie das Gehirn zusätzlich stimulieren und damit in den meisten Fällen den Tinnitus in den Hintergrund drängen. Als vergleichsweise unbekannte, aber wertvolle Ergänzung auf dem Behandlungsweg gilt die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT). Weitere Therapiemöglichkeiten schließen unter anderem die folgenden Ansätze ein: Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Musik- und Soundtherapie und Hörtraining. Letzteres können Sie direkt hier bei entiendoo beginnen.
     
  • Was kann ich noch gegen meinen Tinnitus-Stress tun?
    Wenn Sie ihren Tinnitus-Stress leid sind und nach Möglichkeiten suchen, die Ihnen Linderung verschaffen, finden Sie in diesem Artikel wertvolle Tipps und Informationen, die Sie auf diesem Weg weiterbringen. Wir sprechen unter anderem über folgende Möglichkeiten und ihre Vorteile: Hörgeräte, Supplements, Stressbewältigung, körperliche Betätigung, kreative Beschäftigung, Lebensstilanpassungen und die Kraft des Austauschs mit anderen Betroffenen.